Nachrichten (Mercosur-Länder, Menschenrechte)

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"Es ist Gesetz": Schwangerschaftsabbruch in Argentinien legal

Nach jahrzehntelangem Kampf der Frauenbewegung stimmt der Senat für Legalisierung der Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche
Buenos Aires. Der argentinische Senat hat am gestrigen Mittwoch um 4:12 Uhr Ortszeit in einer historischen Abstimmung den Gesetzentwurf für einen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch angenommen. Mit 38 Stimmen dafür, 29 dagegen und einer Enthaltung macht das Oberhaus des Parlaments... weiter

Anklage gegen Ex-Geheimdienstchef von Argentinien erhoben

Abhörskandal der Ex-Regierung Macri weitet sich aus. Beobachter warnen vor noch intakten "Lawfare"-Netzwerken
Buenos Aires. Das Bundeskammergericht in La Plata hat die Anklage gegen den Leiter des argentinischen Geheimdienstes unter der Präsidentschaft Mauricio Macris, Gustavo Arribas, und dessen rechte Hand Silvia Majdalani wegen illegaler Spionagetätigkeiten bestätigt. In dem Fall geht... weiter

IStGH-Jahresbericht enthält vier Fälle aus Lateinamerika

Kolumbien, Venezuela und Bolivien sind Gegenstand von Voruntersuchungen in Den Haag. Ergebnisse für erste Jahreshälfte 2021 angekündigt
Den Haag. Der internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat seinen Jahresbericht zum Stand von Voruntersuchungen und Ermittlungen zu Eingaben vorgelegt, die unter seine Gerichtsbarkeit wegen Verbrechen gegen die Menschheit fallen könnten. Unter den weltweit neun... weiter

Sechs Verdächtige in Brasilien im rassistischen Mordfall João Beto angeklagt

Justiz sieht "niedrige Beweggründe", erhebt jedoch keine Anklage wegen Rassismus. Dieser wird nur als allgemeiner Hintergrund anerkannt
Brasília. Im Fall des getöteten Schwarzen Brasilianers João Alberto Silveira Freitas, der in einer Carrefour-Filiale in Porto Alegre von zwei Wachmännern geschlagen und erstickt wurde (amerika21 berichtete), werden nun sechs Personen wegen Mordes angeklagt. Neben den beiden... weiter

Weitere Gerichtsurteile in Argentinien gegen Folterer der Militärdiktatur

Elfmal Lebenslang und fünf langjährige Haftstrafen für Verantwortliche der Brigade San Justo wegen Verbrechen gegen die Menschheit
La Plata. Ein Bundesgericht in der Provinz Buenos Aires hat 16 Personen wegen Verbrechen gegen die Menschheit während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) verurteilt. Fünf ehemalige Mitglieder der Provinzpolizei von Buenos Aires, fünf frühere Militärangehörige und ein Ex-... weiter

Landesweite Proteste gegen Rassismus in Brasilien nach Tod eines Schwarzen

Wachmänner von Carrefour-Sicherheitsdienst prügeln und ersticken 40-Jährigen. Bolsonaro verurteilt Demonstrationen und leugnet Rassismus
Porto Alegre. Der Tod von João Alberto Silveira Freitas, einem Schwarzen Brasilianer, der in einer Carrefour-Einrichtung in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre von privaten Sicherheitskräften brutal geschlagen und erstickt wurde, hat im ganzen Land eine Welle der Empörung... weiter

Proteste und Diskussionen nach Zwangsräumung in Argentinien

4.000 Polizisten mit Gummigeschossen und Tränengas gegen 1.400 prekär niedergelassene Familien. Kritik von Menschenrechtsgruppen. Staat verspricht Hilfe
Buenos Ares. Tausende Personen haben im Zentrum der argentinischen Hauptstadt gegen die gewaltsame Landräumung in der Ortschaft Guernica demonstriert. An den Protesten beteiligten sich neben direkt Betroffenen auch zahlreiche soziale Organisationen, linke Gruppen sowie Vertreter... weiter

Bundesregierung ignoriert Menschenrechtsverletzungen in Brasilien

Linksfraktion stellt "Kleine Anfrage" zur Lage der Menschenrechte in Brasilien. Bundesregierung liegen "keine Erkenntnisse" vor
Berlin/Brasília. In den deutsch-brasilianischen Beziehungen ignoriert die Bundesregierung offenbar Menschenrechtsverletzungen in dem südamerikanischen Land, um das Handelsabkommen Europäische Union ‒ Mercosur nicht zu gefährden. Mit Kritik am rechtsextremen Präsidenten Jair... weiter