Nachrichten (Amerikas, Umwelt)

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Brasiliens Staatsanwaltschaft fordert Stopp von CO2 Projekt

Bundesstaatsanwaltschaft klagt gegen REDD+-Projekt im Bundesstaat Amazonas wegen fehlender Konsultation indigener Gemeinden. Umweltbehörde Sema weist die Vorwürfe zurück
Manaus. Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) hat die sofortige Aussetzung eines Projekts zur "Verringerung von Emissionen durch vermiedene Entwaldung und Waldschädigung" (REDD+-Waldschutzprojekt) in Schutzgebieten indigener und traditioneller Bevölkerungsgruppen im... weiter

Illegale Rinderzucht in Brasilien zerstört Regenwald

Menschenrechtsorganisation dokumentiert Fälle in Terra Nossa und Cachoeira Seca. Über Zwischenbetriebe gehen Tiere an JBS-Schlachthöfe. Produkte könnten bereits in die EU gelangt sein
São Paulo. Im brasilianischen Bundesstaat Para, Austragungsort der diesjährigen UN-Klimakonferenz COP30 im Amazonasgebiet, zerstören illegale Rinderfarmen weiterhin großflächig den Regenwald und bedrohen die Existenz von Kleinbauern und indigenen Gemeinschaften. Das geht aus... weiter

Drittes Todesopfer bei Protesten in Ecuador

Indigenenverband Conaie setzt weiter auf Protest gegen die Regierung. Menschenrechtsorganisationen zeigen sich besorgt über das Vorgehen der Sicherheitskräfte
Quito. In Ecuador nehmen die landesweiten Proteste gegen die Regierung von Präsident Daniel Noboa weiter an Fahrt auf. Die vornehmlich durch den indigenen Dachverband Conaie organisierten Demonstrationen und Blockaden dauern mittlerweile bereits fast einen Monat an (amerika21... weiter

NGOs in Chile melden der UN Rückschritte bei Umwelt und Rechten

Schattenbericht deckt Missstände auf. Besonders gefährdete "Opferzonen" werden hervorgehoben
Santiago de Chile. Fünf Organisationen haben einen Schattenbericht vorgelegt. Er prangert einen besorgniserregenden Rückschritt bei der Gewährleistung der Menschenrechte in Chile sowie eine Vertiefung des extraktivistischen Modells an. Die staatliche Politik fördere Straflosigkeit... weiter

Suriname will 90 Prozent seiner Wälder dauerhaft schützen

Suriname weltweit vorne mit Waldschutzgesetzen. Tropischer Regenwald wird nicht abgeholzt. Ökotourismus ausgebaut
New York. Die surinamische Regierung plant sich dem dauerhaften Schutz von 90 Prozent ihrer tropischen Wälder zu verpflichten. Dies teilte Außenminister Melvin W.J. Bouva im Rahmen der UN-Klimawoche Ende September in New York mit. Damit setzt sich das Land ein deutlich höheres Ziel... weiter

Blick auf COP30: Studie benennt Geldgeber für Extraktivismus in Lateinamerika

Urgewald nennt Banken und Investoren hinter neuen Öl- und Gasprojekten. 138,5 Milliarden Dollar Kredite seit 2022. 92 Prozent aus dem Ausland. Banco Santander vorn, Deutsche Bank mit 3,4 Milliarden
Berlin/Belém. Fünf Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Belém (COP30) zeigt eine neue Studie der deutschen NGO Urgewald das Ausmaß der Öl- und Gasexpansion in Lateinamerika und der Karibik und benennt die Banken sowie Investoren, die diese Expansion ermöglichen. Die Ergebnisse wurden... weiter

Garífuna in Honduras: Spanische Realityshow bedroht Schildkröten

Dreharbeiten auf Cayo Menor fallen in die Nistzeit der Karettschildkröte. Gemeinschaften melden Schäden am Riff. Promishow bedroht indigene Rechte
Cayos Cochinos. Indigene Garífuna protestieren gegen die Dreharbeiten der spanischen TV-Show Supervivientes All Stars auf der Karibikinsel Cayo Menor vor der honduranischen Küste. Die Show beginnt üblicherweise mit Sprüngen von Promis aus einem Hubschrauber auf einen Sandstrand... weiter

Über 50 Organisationen wollen "toxische" EU-Lateinamerika-Abkommen stoppen

Aktivisten aus Lateinamerika beklagen "neokoloniale" Muster. Scharfe Kritik von PowerShift Deutschland an multinationalen Konzernen
Montevideo/Berlin. Mehr als 50 Organisationen aus mindestens 17 Ländern Lateinamerikas, der Karibik und der Europäischen Union haben am Montag dieser Woche eine Kampagne gegen die Handelsabkommen mit Mercosur und Mexiko gestartet, die sie als "toxisch" bezeichnen. Die virtuelle... weiter

Vorsitzende eines Wasserverbands in Mexiko erschossen

Bauernbewegung sieht die Tat im Zusammenhang mit Megaprojekten. Forderung nach Entprivatisierung der Bewässerungsbezirke
Cuautla. Die Interimsvorsitzende des Bewässerungsverbands am Fluss Cuautla (Asurco), Carolina Plascencia Carvajal, ist inmitten eines Streits um die Nutzung der lokalen Wasserquellen in Mexiko erschossen worden. Die Tat ereignete sich am vergangenen Freitag am helllichten Tag... weiter