Philipp Gerber

Mexiko: Indigene fordern Gerechtigkeit nach Mord in Jalisco

Organisationen von Indigenen verurteilen den Angriff. Menschenrechtsgruppen warnen vor weiterer Gewalt in Jalisco
Mexiko-Stadt. Nach einem tödlichen Angriff hat das indigene Dorf San Lorenzo Azqueltán zu landesweiten Unterstützungsaktionen in Mexiko aufgerufen. Marcos Aguilar Rojas, Agrarvorstand der indigenen Gemeinschaft im Bundesstaat Jalisco, war am 26. November erschossen worden. Bei dem... weiter

Mexiko plant die 40-Stunden-Woche bis 2030

Arbeitsministerium legt dem Parlament Vorlage zur schrittweisen Arbeitszeitkürzung vor. "Front für die 40-Stunden-Woche" kritisiert das Tempo und kündigt weitere Proteste an
Mexiko-Stadt. Nach jahrelangen Protesten hat das mexikanische Arbeitsministerium dem Parlament eine Gesetzesinitiative zur schrittweisen Verkürzung der Arbeitszeit von heute 48 auf 40 Stunden pro Woche vorgelegt. Die Initiative soll laut Präsidentin Claudia Sheinbaum am 1. Mai 2026... weiter

Armut in Lateinamerika auf niedrigstem Stand seit Aufzeichnung

Mexiko und Brasilien Vorreiter. Weiterhin bestehen massive Armut und Herausforderungen für soziale Gerechtigkeit
Mexiko-Stadt. 25,5 Prozent der Bevölkerung Lateinamerikas (rund 162 Mio. Menschen) haben 2024 in Einkommensarmut gelebt, ein Rückgang zum Vorjahr von 2,2 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Datenerhebung, wie aus einem Bericht der Wirtschaftskommission für... weiter

Vorsitzende eines Wasserverbands in Mexiko erschossen

Bauernbewegung sieht die Tat im Zusammenhang mit Megaprojekten. Forderung nach Entprivatisierung der Bewässerungsbezirke
Cuautla. Die Interimsvorsitzende des Bewässerungsverbands am Fluss Cuautla (Asurco), Carolina Plascencia Carvajal, ist inmitten eines Streits um die Nutzung der lokalen Wasserquellen in Mexiko erschossen worden. Die Tat ereignete sich am vergangenen Freitag am helllichten Tag... weiter

Indigener Aktivist in Mexiko verschleppt, Täter weiter straffrei

Das Land verteidigen ist kein Verbrechen
Politiker sollen in das Verbrechen involviert sein, Zeugen bekamen Morddrohungen. Anwalt musste wegen Drohungen gewechselt werden
Zoquitlán/Mexiko-Stadt. Der indigene Aktivist Sergio Rivera Hernández gilt seit dem 23. August 2018 als gewaltsam verschwunden. An diesem Tag haben Augenzeugen gesehen, wie Rivera absichtlich angefahren und anschließend von bewaffneten Männern mit einem Pick-up-Truck verschleppt ... weiter

Adidas entschuldigt sich in Mexiko für Plagiat

Konzern räumt Kopie eines traditionellen Designs ein. Behörden in Villa Hidalgo Yalálag akzeptieren die Erklärung. Online-Plattformen entfernten die Sandale Oaxaca Slip-On aus dem Angebot
Mexiko-Stadt. Der Sportartikelkonzern Adidas hat sich in der indigenen Gemeinde Villa Hidalgo Yalálag für das Plagiat eines traditionellen Designs entschuldigt. Am 21. August, keine drei Wochen, nachdem das deutsche Unternehmen die umstrittene Sandale Oaxaca Slip-On vorstellt hatte... weiter

Mexiko: Heilsbringer im Stresstest

Eine Bilanz des ersten Jahres von Mexikos neuem Präsidenten Andrés Manuel López Obrador
Mit viel Rückenwind in der Bevölkerung war der linke Hoffnungsträger Andrés Manuel López Obrador in seine Präsidentschaft gestartet. Er wollte und sollte die dramatische Abwärtsspirale des Landes umkehren. Ein Jahr später fällt die Bewertung seiner Politik in den wichtigsten Themenfeldern gemischt... weiter

In Trümmern: Der Bundesstaat Oaxaca im Südosten von Mexiko

Dem ersten Schock über die Naturgewalt folgte eine hitzige Diskussion über die Rolle des Staates bei Nothilfe und Wiederaufbau
Die zahlreichen Erdbeben seit September haben in Mexiko für große Verwüstungen gesorgt. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Oaxaca im Südosten des Landes. Hier kämpfen die meist indigen Bewohner nicht nur mit den Folgen der Naturgewalt, sondern auch gegen Klientelismus und Korruption der... weiter

Kollektiv gegen die Mafia

In zahlreichen mexikanischen Gemeinden greifen die Bürger zur Waffe und organisieren polizeiliche Aufgaben selbst. Hintergründe zu einer Bürgerbewegung zwischen regionaler Selbstverwaltung und staatlich gefördertem Paramilitarismus
Sind die sich schnell ausbreitenden zivilen Bürgerwehren in Mexiko ein legitimer Akt der Selbstverteidigung angesichts des Versagens von Politik und Behörden? Oder dienen sie nur als Vorwand zur Aufstandsbekämpfung und eine stärkere Kontrolle durch den Staat? Sind sie gar die Vorstufe einer neuen... weiter

Der mexikanische Drogenkrieg und die Linke

Mexiko scheint nur noch über den Drogenkrieg wahrgenommen zu werden. Was steckt dahinter, und wie positioniert sich die Linke?
„Ein Krieg gegen die Drogen? Nein, das ist ein Krieg gegen das Volk“, schreibt wütend der engagierte Journalist Luis Hernández Navarro im Guardian vom 12. AugustLuis Hernandez Navarro: A war on drugs? No, this is a war on the Mexican people, 12.08.2010, http://www.guardian.co.uk/commentisfree/... weiter

Deutschland hilft Mexiko im "Krieg gegen Drogen"

Botschafter: Kooperationsabkommen behandelt unter anderem Sicherheitspolitik. Bundespräsident Wulff in Mexiko angekommen
Mexiko-Stadt. Deutschland handelt zur Zeit ein Kooperationsabkommen mit Mexiko aus, welches dieses Jahr konkretisiert werden soll. Dies erklärte kurz vor der Ankunft des deutschen Bundespräsidenten, Christian Wulff, in Mexiko der deutsche Botschafter in Mexiko-Stadt, Edmund... weiter

25 Jahre zapatistischer Aufstand: "Der Vorarbeiter wechselt, der Plantagenbesitzer bleibt"

Was geschah vor einem Vierteljahrhundert, wo steht Mexiko heute und was macht die zapatistische Bewegung ELZN?
Silvester, Mitternacht. Korken und Raketen knallen, die mexikanische Elite stößt mit Sekt auf den Jahreswechsel an. Die Feier im Präsidentenpalast hat einen speziellen Grund: An diesem 1. Januar 1994 tritt der Nordamerikanische Freihandelsvertrag (Nafta) in Kraft, und damit soll Mexiko den... weiter

Schüsse in der Prärie, Flächenbrand in Mexiko

Mexikanische Polizei begeht Massaker in Nochixtlán, Oaxaca
"Am Sonntag frühmorgens kam die Polizei und begann uns sofort mit Tränengas anzugreifen, ohne uns eine Frist zu geben, wir waren nicht viele und sind erst davongerannt", berichtet sichtlich empört eine mixtekische Lehrerin von der Barrikade in Nochixtlán. Doch nachdem die rund 800 Polizisten die... weiter

Ortstermin beim Wahlkampf im Süden Mexikos

Enrique Peña Nieto feiert mit Schlägern
Die Ex-Staatspartei PRI liegt in den Umfragen vorne. Wenn da nur nicht das Volk und die Medien wären
Mexiko-Stadt. Am 11. April war Enrique Peña Nieto, Politiker der ehemaligen mexikanischen Staatspartei PRI, im südlichen Bundesstaat Oaxaca auf Wahlkampftour. Oaxaca, 80 Jahre lang durch die PRI mit eiserner Hand regiert, wählte erstmals 2010 einen Gouverneur einer Anti-PRI-... weiter