Hintergrund & Analyse (Mercosur-Länder)

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Mörder in der Karibik

Die Logik der US-Offensive gegen Venezuela: Zwischen Regime-Change und innenpolitischen Motiven
"Wir haben es in die Luft gesprengt. Und wir werden es wieder tun." "Es ist mir scheißegal, wie Sie es nennen." Diese Worte stammen vom US-Außenminister Marco Rubio beziehungsweise vom Vizepräsidenten J. D. Vance und sie beziehen sich auf den ersten von fünf US-Bombenangriffen auf Boote in... weiter

Wenn María Corina Machado den Friedensnobelpreis erhält, hat "Frieden" seine Bedeutung verloren

Kein Friedenssymbol. Sie steht für Putsche, Sanktionen und Militärintervention in Venezuela
Als ich die Schlagzeile "María Corina Machado erhält den Friedenspreis" sah, hätte ich fast über die Absurdität gelacht. Aber ich habe es nicht getan, denn es ist nichts Lustiges daran, eine Person auszuzeichnen, deren Politik so viel Leid verursacht hat. Wer weiß, wofür sie steht, erkennt, dass an... weiter

Venezuela: Trump begeht schlicht und einfach Mord

Tötungen in der Karibik im Licht der Geschichte außergerichtlicher Hinrichtungen durch die USA
Die Ermordung mutmaßlicher Drogenhändler in Venezuela durch Donald Trump ohne Gerichtsverfahren zählt zu den größten Gefahren seiner zweiten Amtszeit. Sie ist Teil der parteiübergreifenden Geschichte der US-amerikanischen Übergriffe im Namen der nationalen Sicherheit. Am 15. September 2025 gab... weiter

Der große Witz gegen Venezuela: Geopolitik als Drogenbekämpfung getarnt

Ex-Direktor des UN-Antidrogenprogramms widerspricht Donald Trumps Narrativ von Venezuela als Zentrum des Drogenhandels mit Fakten
Während meiner Amtszeit an der Spitze des UNODC, der UN-Agentur für Drogen und Verbrechen, war ich in Kolumbien, Bolivien, Peru und Brasilien, aber nie in Venezuela. Es war schlicht nicht nötig. Die Zusammenarbeit der venezolanischen Regierung im Kampf gegen den Drogenhandel war eine der besten... weiter

"In der Linken sprechen wir seit Langem nicht mehr über Freiheit"

Interview mit der argentinischen Basisaktivistin Candela de la Vega über die Perspektiven der Graswurzelbewegung in Zeiten von Javier Milei
Candela de la Vega ist Aktivistin und feministische Forscherin, Mitglied des Bündnisses "Treffen der Organisationen von Córdoba" (Encuentro de Organizaciones de Córdoba) und Mitglied des Recherchekollektivs Der Llano in Flammen (El Llano en Llamas). Júlia Martí von der Zeitschrift Viento Sur hat... weiter

Kritik an der Maduro-Regierung in Venezuela: autoritär und unsozial

Die US-Sanktionen haben Venezuela schwer geschädigt, doch die Linke sollte Maduros Autoritarismus trotzdem ablehnen
Der Soziologe Gabriel Hetland diskutiert im Rahmen einer Debatte über die Bewertung der Regierung von Nicolás Maduro einen Beitrag von Steve Ellner. Zu dieser Debatte gehören auch die Texte "Kapitalismus und Autoritarismus im Venezuela von Maduro", "Venezuela: 'Liberal und autoritär'?" sowie "Die... weiter

Die Dämonisierung von Nicolás Maduro: Trugschlüsse und Konsequenzen

Der Politikwissenschaftler Steve Ellner äußert sich erneut zur Kritik an der Regierung von Nicolás Maduro
Kritik am venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus einer linken Perspektive ist absolut notwendig. Ein Teil dieser Kritik kommt von jenen, die seine Regierung in unterschiedlichem Maße unterstützen. Emiliano Teran Mantovani und Gabriel Hetland – die kürzlich meine Haltung zu Maduro... weiter

Das Gerichtsurteil gegen Cristina Kirchner und das Ende der Demokratie in Argentinien

Revanchismus von oben gegen ein Projekt des Ausgleichs trotz seines gemäßigten, nicht-antisytemischen Charakters
Der Kirchnerismus stellte keinen systemischen Bruch dar, sondern ein Projekt der Angleichung innerhalb des peripheren Kapitalismus. Doch selbst diese moderate Umverteilung reichte aus, um die Tür zu Klassenhass und Revanchismus zu öffnen. In letzter Zeit wird immer wieder behauptet, wir stünden... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Wohnkooperativen in Paraguay

Eine kollektive und gemeinschaftliche Lösung als Antwort auf die Wohnungskrise
In Paraguay haben tausende Familien Schwierigkeiten, eine menschenwürdige Wohnung zu finden. Dennoch war es vielen Menschen möglich, durch die Zugehörigkeit zu einer Wohnkooperative Zugang zu einer menschenwürdigen und bezahlbaren Wohnung zu bekommen. Der Traum von einer eigenen Wohnung in... weiter

Argentinien: Das "Nein" zu thermischen Kraftwerken in Brandsen hat gesiegt

Anlage birgt Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten Gartenbauregion des Landes
Das Projekt zum Bau thermoelektrischer Kraftwerke in Brandsen (Provinz Buenos Aires) hat in der Öffentlichkeit Ablehnung hervorgerufen und zu Beschwerden über den Mangel an öffentlich zugänglicher Information geführt. Die Anlage birgt die Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten... weiter

Bericht der Friedenskommission in Chile: Hoffnung im Konflikt zwischen Staat und Mapuche?

Präsident Gabriel Boric wurde ein Bericht vorgelegt, der als Fahrplan für eine Lösung für den Konflikt zwischen Staat und indigenen Mapuche dienen soll
Seit 2023 habe die "Comisión Presidencial para la Paz y el Entendimiento" (CPPyE, "Präsidialkommission für Frieden und Verständigung") "unermüdlich, Woche für Woche" gearbeitet, um die Landforderungen der Mapuche systematisch zu erfassen und dem Präsidenten konkrete Empfehlungen für die... weiter

Venezuelas Parlaments- und Regionalwahlen: Ein geeintes Regierungsbündnis tritt gegen eine gespaltene Opposition an

Zu Beginn des Wahlkampfs wird eine hohe Wahlenthaltung für die Wahlen am 25. Mai erwartet
Zehn Monate nach den Präsidentschaftswahlen, bei denen sich Nicolás Maduro eine neue Amtszeit sichern konnte, bereiten sich die regierungsnahen politischen Kräfte darauf vor, gegen eine Opposition anzutreten, die nach wie vor gespalten ist und deren führende Köpfe untereinander zerstritten sind... weiter

Pepe Mujica, Symbolfigur des Kampfes gegen die Diktaturen in Lateinamerika

Er bewegte bis zuletzt die Menschen mit seinen Ansprachen, die von der Weisheit seines langen Lebens geprägt waren
Er wollte bis zum 20. Mai, seinem 90. Geburtstag, leben, aber Uruguays ehemaliger Präsident José Pepe Mujica ging eine Woche früher und hinterließ eine Legende wegen der Bescheidenheit, in der er mit seiner Frau und Mitstreiterin Lucía Topolansky lebte und Blumen züchtete. Und ebenso für seine... weiter