Hintergrund & Analyse (Lateinamerika)

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Transfeministische Vorschläge für eine neue Verfassung in Chile

Feministische und Organisationen sexueller Vielfalt wollen eine Verfassung gestalten, in der alle Platz haben, mit ihren Identitäten und anerkannten Rechten
Das Coronavirus hat viele Pläne geändert, auch den Zeitplan für eine neue Verfassung in Chile. Es war vorgesehen, dass 14 Millionen chilenische Staatsangehörige und wahlberechtigte Migrant:innen am 26. April an die Urnen gehen, um eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte der... weiter

Bolivien: Haben wir die Lektion gelernt?

Was der Putsch unterbrochen hat, ist der Fortschritt eines Landes zum Wohl aller, mit hohen Indizes der menschlichen Entwicklung und einer Garantie der Grundrechte
Die rasche Ausbreitung des tödlichen Virus in Brasilien, Chile, Peru, Kolumbien, Panama und Bolivien überfordert die Gesundheitssysteme des Kontinents, und dazu kommt noch die inmitten der Krankheit grassierende Korruption. Der Skandal in Bolivien um den Kauf von Beatmungsgeräten mit einem... weiter

Kleinbäuerliche Landwirtschaft als Alternative zum Agrobusiness

"Die Agrarreform heute und unsere Herausforderungen" ‒ ein Beitrag von La Via Campesina
Gegenwärtig organisiert der Weltverband der Kleinbauern La Via Campesina (Der bäuerliche Weg) einen virtuellen Prozess zur politischen Schulung und Aktualisierung als Teil seiner Strategie zugunsten der Ernährungssouveränität. João Pedro Stedile, Aktivist der brasilianischen Landlosenbewegung (... weiter

Was die OAS Bolivien angetan hat

Seit dem Sturz von Morales durchlebt Bolivien einen Albtraum von politischer Unterdrückung und rassistischer Gewalt
Seit die demokratisch gewählte Regierung von Evo Morales durch das Militär am 10. November gestürzt wurde, durchlebt Bolivien einen Albtraum von politischer Unterdrückung und staatlicher rassistischer Gewalt. Laut einer im Juli veröffentlichten Studie der Internationalen Klinik für Menschenrechte... weiter

Das Weltsozialforum – ein Ort für die Debatte oder um Aktionspläne zu koordinieren?

Das WSF besteht seit fast 20 Jahren. Nun rufen einige der historischen Gründer dazu auf, Zielstellungen neu zu formulieren und Möglichkeiten neu einzuschätzen
Eine andere Welt ist möglich: Das war die zündende Losung, in die sich alle verliebten, die gegen Ungerechtigkeit und die Zerstörung des Planeten kämpften. Was aber offenbar versucht wurde, ist, diese Welt vor der Finanzialisierung und dem globalen Raubzug zu bewahren. Das Weltsozialforum (WSF)... weiter

Venezuela: "Wir brauchen eine offene Debatte darüber, wie die Menschenrechtsverletzungen gestoppt werden können"

Der venezolanische Kriminologe und Aktivist Andrés Antillano zu Polizeigewalt und zum kürzlich veröffentlichten UN-Bericht
Vergangene Woche ist ein vom UN-Menschenrechtsrat in Auftrag gegebener Bericht erschienen, der schwere Menschenrechtsverletzungen wie extralegale Hinrichtungen und Folter in Venezuela thematisiert. Die Verfasser sehen Anhaltspunkte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wie ist der... weiter

Kunst als politisches Medium im feministischen Kampf

Interview mit der Schriftstellerin und Literaturdozentin Yanina Vidal aus Uruguay
Niemand bezweifelt die Mobilisierungsfähigkeit, die Feministinnen heutzutage haben. Sie gehen jedes Jahr aus verschiedenen Anlässen auf die Straße, um ihre Kämpfe, Forderungen, Probleme und Realitäten öffentlich zu machen. Das Jahr 2015 war besonders in Lateinamerika ein Schlüsseljahr. War schon... weiter

Lateinamerika: Legale Abtreibung, ein verweigertes Recht

Auch wenn in einigen Ländern die Abtreibung legal sein mag, wird der Zugang sozial und institutionell erschwert
In einer Entschließung, die am 28. August im Amtsblatt veröffentlicht wurde, heißt es, dass medizinische Stellen in Brasilien schwangere Frauen, die legal abtreiben wollen "auf die Möglichkeit hinzuweisen haben, den Fötus oder Embryo per Ultraschall sichtbar zu machen". Dieser soziale Zwang in... weiter

Bolivien: "Der Putsch gegen die Regierung ist auch ein Putsch gegen das Volk"

Adriana Guzmán und Diana Vargas vom Feminismo Comunitario Antipatriarcal über die anhaltende politische Repression in Bolivien
Adriana Guzmán und Diana Vargas sind Teil der Organisation des Feminismo Comunitario Antipatriarcal (FCA) in La Paz, Bolivien. Adriana Guzmán, Aymara und internationale Sprecherin des FCA, ist seit dem Gaskrieg in Bolivien im Jahr 2003 als Feministin aktiv. Sie war Mitbegründerin des Feminismo... weiter

Kuba: Bereiten wir den Weg, indem wir ihn gehen, oder wählen wir ihn aus?

Eine Analyse notwendiger Wirtschaftsreformen in Kuba unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und dem Einbruch der Weltwirtschaft
Im Zuge des Auftauchens und der Ausbreitung von Covid-19 bat Temas-Catalejo eine Gruppe von Forschern um eine Untersuchung der Gegenwart und der Perspektiven für den Rest des Jahres in Kuba. Man bat sie um eine ausgearbeitete Diagnose, strukturiert hinsichtlich nicht nur der klinischen, sondern... weiter

Chile: Kampf um die Erinnerung – Der Sturz von Statuen im Kontext der sozialen Proteste

Das Niederreißen von Statuen hat eine wichtige symbolische Bedeutung: Das "Es reicht!" materialisiert sich in einer Aktion
Neun Monate nach Beginn der sozialen Revolte in Chile ist es wichtig, die Analyse der Mittel und Wege zu vertiefen, mit denen die Bevölkerung ihre Empörung zum Ausdruck bringt. Dabei erlangt die Tatsache, dass die Demonstranten sich dafür entschieden, Statuen im öffentlichen Raum niederzureißen,... weiter

Elon Musk, Bolivien und das Lithium-Puzzle in der Atacama-Wüste

Seinen Bolivien-Tweet ‒ "Wir werden putschen, gegen wen immer wir wollen" ‒ hat der Tesla-Chef gelöscht. Die Gier nach Lithium bleibt unstillbar
Am vergangenen 24. Juli kritisierte der in den USA residierende, südafrikanische Multimilliardär Elon Musk auf Twitter, eine Fortsetzung der finanziellen und sozialen Maßnahmen der US-Regierung zur Abfederung der Covid-19-Krise sei "nicht im besten Interesse der Bevölkerung". Worauf einer seiner... weiter

Venezuela: Verhandeln, ohne die Krise zu verschlimmern

Jeder Verhandlungsprozess, der seine Erfolgsaussichten vergrößern möchte, muss breit und inklusiv angelegt sein, meint Temir Porras aus Venezuela
Die Krise in Venezuela ist zu einem Labyrinth geworden sowohl für diejenigen, die sie aus der Mitte der venezolanischen Gesellschaft heraus verfolgen, als auch für die, die sich in der internationalen Gemeinschaft damit befassen. Mit der Proklamation von Juan Guaidó zum "geschäftsführenden... weiter

Bolivien: Die bevorstehende kontinentale Schlacht

In Bolivien geht es darum, die verloren gegangene Demokratie wiederzuerlangen. Die Rechte setzt indes auf weitere Verschiebung der Wahlen und den Ausschluss der MAS
Das Gravitationszentrum Lateinamerikas wird sich in den nächsten Wochen nach Bolivien verlagern, wo es hauptsächlich um die eine unbekannte Größe geht, ob es letztendlich freie und transparente Wahlen geben wird, um damit die im November des vergangenen Jahres zerfetzte Demokratie... weiter

Migranten in Mexiko: Erst eingesperrt, dann ausgesetzt

Zentralamerikanische Migranten wurden in Sammelunterkünften festgehalten, während sich das Corona-Virus weiter ausbreitete
Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Mexiko steigt täglich an. Bis Ende Juli hatten sich nach offiziellen Zahlen rund 416.000 Einwohner infiziert und mehr als 46.000 Menschen sind an den Folgen gestorben. Das Gesundheitsministerium diagnostiziert in mindestens 15 Bundesstaaten "maximale... weiter