Hintergrund & Analyse (Soziale Bewegungen)

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Venezuela: Die Kommune Ayacucho ‒ Eine Fischergemeinschaft am Orinoco

Kommunarden berichten über ihre Organisierungsprozesse unter der US-Blockade
Im venezolanischen Bundesstaat Amazonas ist die Fischerei seit langem nicht nur ein Gewerbe, sondern eine Lebensweise, die auf Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gegenseitiger Hilfe beruht. Jetzt, unter der US-Blockade, ist die Fischerei eine noch wichtigere Nahrungsquelle geworden. Gleichzeitig... weiter

Haiti: Gewalt der Armee und bewaffneter Gruppen flammt erneut auf

Zwei schreckliche Ereignisse warfen ein Schlaglicht auf den kläglichen Zustand von Recht und Sicherheit in Port-au-Prince
Die jüngsten Vorfälle führten vorhersehbar zu erneuten Forderungen von US-Funktionären nach einer noch stärkeren ausländischen Militärintervention. Der erste ereignete sich im Elendsviertel Wharf Jérémie, einem von Müll und Abwässern bedeckten Stadtteil von Cité Soleil, wo Monel "Micanord" Félix... weiter

Gewerkschaftliche Organisation im Bananensektor in Ecuador: "Wir müssen den Kampf vereinen"

Weder Regierungen noch Unternehmen haben ein Interesse daran, die Umstände der Arbeiter grundsätzlich zu ändern
Der Bananensektor ist einer der Bereiche der Lebensmittelproduktion, in dem Arbeitende am stärksten ausgebeutet werden. Schlechte Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsbedingungen prägen den Alltag vieler Arbeitenden. Die Lateinamerika Nachrichten sprachen mit Jorge Acosta, dem Gründer der Gewerkschaft... weiter

Kolumbien: Leben für die Rechte des eigenen Volkes

Interview mit Guillermo Tenorio Vitonas, einem Gründervater des Regionalen Indigenen Rates des Cauca
Vom ersten Tag an war Guillermo Tenorio Vitonas Teil des Consejo Regional Indígena del Cauca (Cric, Regionaler Indigener Rat des Cauca). Bereits mit 18 Jahren begann er, sich mit anderen Bewohner:innen aus dem Cauca, einer Provinz südlich von Cali, zu organisieren, als die Gewalt des bewaffneten... weiter

Haiti: Das Chaos ist zu einem Instrument der Kontrolle geworden

Kervens Louissaint aus Haiti über die Komplexität der bewaffneten Gruppen und des Kampfes in seinem Land
Um die aktuelle Krise in Haiti zu verstehen, muss man zunächst die Entwicklung der bewaffneten Gruppen nachvollziehen, die das Land in ein Kriegsgebiet verwandelt haben. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich in Haiti bewaffnete Gruppen aus den armen Vierteln gebildet (vor allem in der... weiter

COP16 bringt Erfolg für Afro- und Indigene Gemeinschaften, scheitert aber an Finanzierung

Zentrale Fragen unbeantwortet: Wer stellt die notwendigen Mittel bereit? Wie wird die Einhaltung der Beschlüsse überprüft?
Die UN-Biodiversitätskonferenz im kolumbianischen Cali endet nach zähen Verhandlungen in der sogenannten "blauen Zone" am Samstag ohne Abschlusserklärung. Die Konferenz, die vom 21. Oktober bis zum 2. November stattfand, sollte dazu dienen, Wege gegen das Artensterben zu finden und die globalen... weiter

Unternehmen und Paramilitarismus in Kolumbien

Chiquita ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dem die Finanzierung von Paramilitärs vorgeworfen wird
Ein US-Gericht befand kürzlich den multinationalen Konzern Chiquita Brands der Finanzierung des Paramilitarismus in Kolumbien für schuldig (amerika21 berichtete). Dieses Unternehmen ist jedoch nicht das einzige, dem die Finanzierung solcher Gruppen vorgeworfen wird; gegen Ecopetrol, Postobón, Coca-... weiter

Venezuela: Kultur, Brot und Revolution

Für das Kollektiv La Minka aus Caracas gehen Kultur und Brotbacken Hand in Hand mit dem Projekt, eine sozialistische Kommune aufzubauen
Das Kollektiv La Minka hat seinen Sitz in einem vielseitig nutzbaren Kulturraum in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores im Westen von Caracas. Auf der Fassade des Gebäudes, einer ehemaligen Druckerei, prangt über die drei Stockwerke hinweg ein farbenfrohes Wandgemälde, das verschiedene... weiter

Kolumbien: Der eigentliche Kern des "totalen Friedens" ist der Paramilitarismus

Mit der Forderung "Den Paramilitarismus zerschlagen" hat der Congreso de los Pueblos eine landesweite Mobilisierung gestartet
Am 4. Juni erwachte das Land mit Nachrichten von Blockaden strategischer Straßen, von der Übernahme öffentlicher Infrastrukturen und der Einrichtung einer humanitären Zufluchtsstelle in der Apostolischen Nuntiatur in Bogotá. Es handelte sich um eine Mobilisierung unter dem Motto "Den... weiter

Venezuela: Die Versammlung entscheidet

Der zentral-westliche Bundesstaat Lara in Venezuela ist reich an Erfahrungen mit Selbstverwaltung
Erfolgreiche Projekte mit unterschiedlichem politischem Hintergrund bestehen hier nebeneinander. Sinnbildlich dafür stehen das unabhängige Kooperativennetzwerk Cecosesola und die sozialistische Comuna El Maizal. Obst und Gemüse stapeln sich auf Tischen. An den Kassen der großen Markthalle bilden... weiter

Venezuela: Frauen, Feminismus und der Aufbau der Volksmacht

Feministische Organisationen in Caracas bauen Alternativen für politische Partizipation, Autonomie und den Kampf gegen Gewalt auf
Dass Frauen an der Spitze lokaler Kämpfe stehen, ist nicht nur in Venezuela zu beobachten und auch nichts Neues, sondern seit langem in der politischen Theorie und Praxis auf der ganzen Welt der Fall. Die Alltagserfahrungen der Frauen sind ein entscheidender Faktor: Sorgearbeit ist Frauenarbeit,... weiter

Guatemala: Kampf für faire Löhne und eigenes Land

Landarbeiterorganisation kämpft für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Großprojekte. Migration wichtiger Faktor im Departamento
Im Sitz der Bewegung der Landarbeiter (MTC) in Tejutla im Hochland des Departamentos San Marcos versammelten sich Ende Mai die neu gewählten Vorstände der Organisation. Rund 30 Männer und Frauen aus sechs Landkreisen des Departamentos, die zum Altiplano gehören, diskutieren Themen der Organisation... weiter

Chile: "Eine Erneuerung der neoliberalen Politik"

Interview mit Lucio Cuenca über die grüne Energiepolitik der Regierung Boric in Chile
Chile übernimmt als möglicher Lieferant von Lithium, grünem Wasserstoff, seltenen Erden, Sonnen- und Windenergie eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende. Im Gespräch mit den Lateinamerika Nachrichten erläutert Lucio Cuenca, Direktor der lateinamerikanischen Beobachtungsstelle für... weiter

"Verdurazo" in Argentinien: Gemüse gegen den Hunger

Solidarische Straßenaktion als Reaktion auf eine Regierung der Gewalt
Innerhalb von vier Monaten sind die Lebensmittelpreise in Argentinien um 90 Prozent gestiegen, und die Regierung hat keine einzige politische Maßnahme zur Unterstützung landwirtschaftlicher Familienbetriebe getroffen. Der Runde Tisch für Landwirtschaftliche Ernährung Argentiniens (Mesa... weiter

Venezuela: Urbane Landwirtschaft im Herzen von Caracas

Urbane Gärten, die sich an den in der kubanischen Sonderperiode entwickelten Methoden orientieren, werden zur Förderung der Ernährungssicherung eingesetzt
Der Garten Organoponico Bolívar 1 Organopónicos oder Organoponik ist ein System der städtischen Landwirtschaft mit biologischen Gärten, das seinen Ursprung in Kuba hat. Siehe amerika21, Kuba: Städtische Agrarwirtschaft mit großem Erfolg ist ein ca. 0,8 Hektar großes Grundstück eingekeilt zwischen... weiter