Hintergrund & Analyse (Politik)

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FARC: "Es ist Zeit, den Frieden zu erreichen"

Der kolumbianische Journalist Hernando Calvo Ospina sprach mit den Kommandanten des FARC-Generalsekretariats in Havanna
Auch in Havanna haben sie ihre Gewohnheit nicht aufgegeben, früh aufzustehen. "Wir stehen um 4:30 auf um die Hähne zu wecken, damit sie krähen", sagt Ricardo Téllez, besser bekannt als Rodrigo Granda. Sie haben mich um sieben Uhr morgens bestellt, um drei Mitglieder des Sekretariats, der höchsten... weiter

Chile: "Vom Aufschwung profitieren nur Wenige"

Der chilenische Abgeordnete Ramón Farías Ponce (Partido por la Democracia) spricht vor der chilenischen Wahl über Erfolge, Misserfolge, Herausforderungen und Ziele
Ramón Farías Ponce ist Abgeordneter der PPD (Partido por la Democracia) im chilenischen Parlament. Er begann seine politische Karriere in den neunziger Jahren als Bürgermeister von San Joaquín, einem Stadtteil von Santiago de Chile. Nach zweimaliger Wiederwahl setze er sich bei der Parlamentswahl... weiter

Neue Kritik in Kuba? Wir hoffen darauf!

Der Kommunist und Essayist Esteban Morales über die jüngste Rede Raúl Castros und die Probleme bei der Umsetzung seiner Forderungen
Die jüngste Rede unseres Präsidenten Raúl Castro Ruz zum Abschluss der Sitzung der Nationalversammlung ist zweifelsohne ein Meilenstein im Prozess der Kritik, den er anzustoßen beschlossen hat. Während wir uns aber über seine Worte freuen, muss es uns beunruhigen, dass ausgerechnet unser Präsident... weiter

Fall Snowden belegt den Niedergang bürgerlicher Rechte in den USA

Mark Weisbrot
Mark Weisbrot zum flüchtigen Geheimdienst-Enthüller, zu Menschenrechten in den USA und zur Rolle südamerikanischer Staaten
Herr Weisbrot, der US-Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden wird aller Wahrscheinlichkeit nach in Südamerika Zuflucht erhalten. Im Gespräch sind Ecuador und Venezuela. Weshalb Südamerika? Der Fall Snowden zeigt bislang doch vor allem eines: In Südamerika sind in den vergangenen 15... weiter

Botschaft der Straßen

Der Befreiungstheologe Frei Betto über den Überraschungseffekt sozialer Bewegungen und die Linke
Die Demonstrationen in den Straßen von Brasilien machen Analysten und Politologen ratlos. Parteiführer und Politiker fragen sich perplex: Wer führt diese Bewegung, wenn wir nicht dabei sind? Ich erinnere mich, als ich Ende 1973 aus dem Gefängnis kam. Als ich vier Jahre zuvor rein kam, dominierte... weiter

Neue Mitspieler – gleiche Regeln

Ein Ausblick auf die Wahlen in Honduras im November
Dieser Artikel erscheint in der Ausgabe 469 der Lateinamerika Nachrichten, die an diesem Wochenende erscheint. Im November finden in Honduras Präsidentschaftswahlen statt. Vor allem die ärmeren und marginalisierten Bevölkerungsteile setzen dabei große Hoffnungen in die aus dem Widerstandsbündnis... weiter

Ecuador hat endlich ein neues Mediengesetz

Kommunikation wird als "öffentliche Dienstleistung" definiert. Erstmals erhält Ecuador eine Medienaufsicht und Festlegungen über Anteile inländischer Produktionen
Begleitet von Feiern und Mobilisierungen der sozialen Bewegungen hat Ecuadors Parlament am 14. Juni 2013 ein neues Mediengesetz verabschiedet. Nach mehr als vier Jahren zäher Debatten tritt mit dem “Ley Orgánica de Comunicación” nun ein Mediengesetz in Kraft, das die Vorgaben der Verfassung von... weiter

Alle werden beschattet!

Ignacio Ramonet zu den Details der Überwachungsprogramme, die Edward Snowden enthüllt hat
Wir haben es befürchtet.Ignacio Ramonet, "Vigilancia total" und "Control social total", Le Monde diplomatique en espanol, insbes. August 2003 und Mai 2009 Und sowohl die Literatur (1984, George Orwell) als auch das Kino (Minority Report, Steven Spielberg) haben uns frühzeitig gewarnt: Mit den neuen... weiter

Was in Brasilien passiert – einige persönliche Bemerkungen

Ein kurzer Bericht und Einschätzungen zur politischen Kräfteverteilung auf der Massendemonstration vom 20. Juni in Rio de Janeiro
Die Bewegung für einen kostenlosen Nahverkehr ist seit langer Zeit ein Teil der brasilianischen Studentenbewegung. Diese begann mit den Straßenprotesten gegen die Tariferhöhung in São Paulo und daraus entwickelte sich schnell ein spontaner Protest gegen die Privatisierung öffentlicher... weiter

Rinderfarmen im Pekari-Land

Die Wälder der indigenen Ayoreo-Totobiegosode im nördlichen Teil des paraguayischen Chaco werden immer weiter zerstört
Sie sind die letzten Indigenen außerhalb der Amazonas-Region, die in freiwilliger Isolation leben. Der Chacowald, in dem die Ayoreo-Totobiegosode leben, wird aber immer weiter von Viehzuchtfirmen zerstört. Die Firma Carlos Casado S.A. sieht nichts Illegales in ihrem Handeln. Das Problem ist, dass... weiter

Kolumbien in der Nato?

Ein Beitritt Kolumbiens zur NATO erfüllt den USA einen Traum und ist ein Dolchstoß für kontinentale Integrationsprozesse wie Unasur oder Celac
Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat am 1. Juni angekündigt, er strebe Kolumbiens Beitritt zur NATO an. Die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit dem westlichen Kriegsbündnis stehe kurz bevor und zeuge von dem Beitrittswillen Kolumbiens. Im Falle eines Friedensabkommens mit... weiter

Zwischen Königin und Sozialismus

Die drei Karibikstaaten Dominica, Antigua und Barbuda sowie St. Vincent und die Grenadinen sind sowohl Commonwealth- als auch ALBA-Mitglieder
Durch die Veröffentlichungen des Portals Wikileaks kommen immer neue Innenansichten der US-Außenpolitik an die Öffentlichkeit. Besonders interessant und wenig beachtet ist der Fokus der politischen Beobachter im Dienste Washingtons auf die drei Inselstaaten Antigua und Barbuda, Sankt Vincent und... weiter

"Im Kampf gegen den Hunger muss Brasilien eine 180-Grad-Wende vollziehen"

Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, über das brasilianische Sozialprogramm Bolsa Familia und die Agrarpolitik des Landes
Nach zehn Jahren Bolsa Familia ist der Moment gekommen, an dem die brasilianische Regierung anerkennen muss, dass die Strategie im Kampf gegen den Hunger an seine Grenzen stößt und eine "Kehrtwende um 180 Grad" vollzogen werden muss, wenn Brasilien mit dem Hunger im Land tatsächlich Schluss machen... weiter

Mexikos heimliche Reform

Juristisch hat Mexiko mit der Verfassungsreform von 2011 einen großen Schritt zur Durchsetzung der Menschenrechte unternommen. Die Umsetzung in gesellschaftliche Realität steht aber noch aus
Es sind etwa zwei Jahre vergangen, seitdem das mexikanische Parlament die Verfassung von 1917 reformierte. Dabei wurden allen internationalen Verträgen, die Mexiko unterschreibt und bis dato unterschrieben hatte, auf Verfassungsniveau gehoben. Diese Reform käme einem Staatsstreich gleich – hätte... weiter

Wege aus der Krise

Rafael Correa während seiner Rede in der TU-Berlin
Ecuadors Präsident Rafael Correa zur Wirtschaftspolitik: Aufschwung und sozialer Ausgleich statt Rezession und Sparprogramme
Aus Ecuador bringe ich brüderliche Grüße mit von 15,5 Mio. Frauen und Männern und all unsere Zuneigung für Deutschland, für sein Volk, welches in Europa u.a. einen bedeutenden multikulturellen Aspekt einbringt – dies ist besonders auffällig im neuen Berlin, wo über 130 Nationalitäten in Frieden... weiter