Hintergrund & Analyse (ALBA-Länder)

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Venezuela: "Es ist falsch, von Hilfslieferungen zu reden"

In Venezuela geht es nicht um Hilfslieferungen und Demokratie, sondern darum, dass die US-Regierung ihren Hinterhof wieder unter Kontrolle bringen möchte. Ein Interview mit Dario Azzellini
Im Moment spielt der Streit um Hilfslieferungen in der Berichterstattung die Hauptrolle. Es ist von Hunger die Rede, von fehlenden Medikamenten. Wie ist die Versorgungslage in Venezuela? Komplex. Es herrscht kein Hunger. Die Lage ist nicht so schlimm, wie sie oft dargestellt... weiter

Trumps Führungsanspruch verhindert jede Lösung in seinem "Hinterhof"

Mobilisierungen der Opposition sind schwächer, aber die Parolen zugunsten von US-Intervention und Bürgerkrieg radikaler geworden
Es war ein Wochenende der Spannung und Nervosität an der kolumbianisch-venezolanischen Grenze, wo sich hinter dem trojanischen Pferd der humanitären Hilfe, die das Land nicht angefordert hat, eine mögliche Invasion von US-Truppen verbirgt, um die gegenwärtigen und zukünftigen Interessen der USA und... weiter

Venezuela: Guaidó und die Kaimane

Den Chavismus zu negieren bedeutet nicht, dass er nicht existiert. Ihn zu unterschätzen ist der erste Schritt, um in Analyse und Aktionen falsch zu liegen
Juan Guaidó existiert nicht. Politisch trat er öffentlich erstmals 2007 bei gewalttätigen Protesten in Erscheinung, die von einem neuen Nachwuchs Jugendlicher angeführt wurden, mit denen dann 2009 die Partei Volkswille (Voluntad Popular, VP) gegründet wurde. Er machte als Anführer in der zweiten... weiter

Venezuela: "Eine Eskalation könnte zu einer Katastrophe führen"

Für Venezuela bleibt das schlimmstmögliche Szenario einer militärischen US-Intervention eine potentielle Bedrohung
Ein langjähriger Berater von Hugo Chávez legt seine Gedanken über die Krise des Landes dar. Angesichts dessen, wie polarisiert Mainstream- und linke Medien in Bezug auf die venezolanische Politik sind, ist es für internationale Beobachter praktisch unmöglich geworden, faire aber kritische... weiter

Venezuela: Warum informieren Medien nicht über das Völkerrecht?

Was sagt das Völkerrecht zum Wirtschaftsboykott, zur politischen Einmischung und zu den Drohkulissen gegen Maduro? Ein Beitrag aus der Schweiz
Völkerrechts-Professoren erklären, dass ein militärisches Eingreifen der USA gegen die UN-Charta verstoßen würde. – Derweil freut sich Trumps Sicherheitsberater John R. Bolten bereits darauf, dass US-Ölkonzerne in Venezuela bald investieren und dort produzieren können. Seit sich... weiter

Die USA schaffen die Voraussetzungen für eine Invasion in Venezuela

Der venezolanisches Staat soll dauerhaft geschwächt werden. Dieser Prozess wird auch in anderen Ländern des Karibik-Beckens weitergehen
Einen Konflikt schaffen Im Lauf der vergangenen Monate ist es den USA gelungen, ein Viertel der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen davon zu überzeugen - einschließlich 19 Staaten Amerikas - , das Ergebnis der venezolanischen Präsidentschaftswahlen vom Mai 2018 nicht anzuerkennen. Folglich... weiter

US-geführter Putschversuch in Venezuela

Die Pläne der US-Regierung sind bisher nicht aufgegangen. Eine Militärintervention hätte nicht nur für Venezuela dramatische Folgen
In Venezuela ist ein von den USA geführter Putschversuch im vollen Gange. Am 23. Januar ernannte sich der bis dato weitgehend unbekannte Oppositionspolitiker Juan Guaidó selbst zum Präsidenten Venezuelas. Wie mittlerweile bekannt wurde, handelte er auf Drängen der US-Regierung. Der Putsch wurde in... weiter

Interne Kontrolle in Kuba: Der Ring um die Korruption schließt sich

Die Korruption nagt an der kubanischen Gesellschaft und Wirtschaft. Wie ein gefräßiges Tier will sie alles, was sie auf ihrem Weg findet, verschlingen
I. "Und in der Gesellschaft soll jeder Mensch von seiner Arbeit leben, er soll erhobenen Hauptes leben, ohne irgend jemandem etwas zu schulden oder für etwas dankbar zu sein." Fidel Castro, 1959 Neue Herausforderungen stellen sich für die kubanische Gesellschaft. Eine davon ist, die... weiter

Neuer Verfassungstext in Kuba veröffentlicht

In Kuba ist jetzt die endgültige Version der neuen Verfassung publiziert worden, über die am 24. Februar in einem Referendum abgestimmt wird
Der im Juli 2018 veröffentlichte Entwurf war zuvor im Rahmen einer breiten Volksaussprache diskutiert worden, an der sich rund neun Millionen Kubanerinnen und Kubaner beteiligten. Mehr als 60 Prozent des Textes erfuhren in der Folge Änderungen. Die Neuerungen sind hier im Beitrag kursiv gesetzt... weiter

Von Mittelamerika in den Kaukasus

Vor zehn Jahren erkannte Nicaragua die Unabhängigkeit der georgischen Separatistenrepubliken Abchasien und Südossetien an
Nicaragua hat bereits seit über einem Jahrzehnt eine interessante Geschichte der diplomatischen Anerkennung von Staaten, die nicht allgemein anerkannt sind. Im Januar 2007 gab die nicaraguanische Regierung von Präsident Daniel Ortega (im Amt 1985–1990 und seit 2007) bekannt, die Beziehungen zur... weiter

Wahlen in Bolivien 2019: Die Bewegung zum Sozialismus gegen das "Projekt Mesa"

Die reale Schlacht wird nicht in den Netzwerken sondern auf den Straßen geschlagen. 2019 werden 50 Prozent der Wählerschaft in Bolivien zwischen 18 und 36 Jahre alt sein
Zwei politische Nachrichten haben das politische Tableau in Bolivien hinsichtlich der im Oktober 2019 stattfindenden Präsidentschaftswahlen aufgewirbelt. Zum einen die Verabschiedung des Gesetzes über Politische Organisationen durch die Plurinationale Gesetzesversammlung, ein Gesetz, das in den... weiter

Auf den Klimawandel reagieren

Herausforderungen für Kleinbäuerinnen und -bauern und ihre Kooperativen in Lateinamerika
Unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Klima" befasste sich die Faire Woche 2018 in Berlin mit dem Klimawandel und seine Auswirkungen auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Kooperativen aus Peru, Nicaragua und Bolivien besuchten die Woche, um über ihre Produktionsbedingungen angesichts des... weiter

Kubas Dialog mit seinen Emigranten

Seit 1978 haben sich die Beziehungen zwischen der sozialistischen Regierung und den kubanischen Auswanderern grundlegend verändert
Hunderttausende im Ausland lebende Bürger aus Kuba nehmen heute an der Debatte über das Verfassungsprojekt teil, das die sozialistische, demokratische und nachhaltige Zukunft bestimmen wird, die im Bestreben der weit überwiegenden Mehrheit der Kubaner liegt. Dies ist zweifelsohne ein Erfolg für die... weiter

Die schwierige Darstellung der Ereignisse in Nicaragua

Viele Berichte über die Situation in Nicaragua erfassen die Komplexität der Krise nicht
Aktuelle Nachrichten über die Krise in Nicaragua haben die Tendenz, eine komplexe Realität vereinfacht darzustellen. Die übliche Berichterstattung gibt die Schuld am Konflikt Nicaraguas Präsident Daniel Ortega und präsentiert einen politisch eingeengten und historisch oberflächlichen Hintergrund.... weiter

Kuba: 500 Jahre Havanna

"Die Stadt denken" und "Havanna wird nicht gentrifiziert": Zwei Texte aus Kuba über die Restaurierung und die Probleme in einer "immer schöner werdenden Stadt"
Die Stadt denken Graziella Pogolotti Damals, in den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, führte Jorge Mañach ein Interview mit Enrique José Varona (1848 – 1933). Die Stimme des Alten war nur noch ein Flüstern. Gezeichnet von vielen Narben war etwas Schönes in diesem alten Meister. Er bewahrte... weiter