Hintergrund & Analyse (ALBA-Länder, Soziale Bewegungen)

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Venezuela braucht einen "neuen Befreiungskampf"

Interview mit Ex-Vizepräsident Elías Jaua zu US-Vormundschaft. Regierungsbilanz und Stand der Basisorganisation
Das vorliegende Interview wurde Mitte Mai veröffentlicht, also vor dem Erdbeben in Venezuela. Nach der Naturkatastrophe, die die Zwangsvormundschaft der USA immer weiter vertieft, bleibt Jauas Analyse aktuell, zum Beispiel hinsichtlich einer "militärischen Besatzung". Er erläutert unter anderem,... weiter

Die Protestbewegung in Bolivien

Rückblick auf die jüngste Welle der Proteste. Regieren ohne soziale Bewegungen nicht möglich
Bis zur Aufhebung der Straßensperren Ende Juni hatte die Protestbewegung in Bolivien 52 Tage in Folge Demonstrationen und Straßenblockaden durchgeführt. Dazu gehörten insgesamt 50 Blockadepunkte im nationalen Straßennetz. Damit brachten die Demonstrierenden ihre Unzufriedenheit mit der derzeitigen... weiter

Venezuela: Selbstorganisation im armen Stadtviertel Cota 905

Basisinitiative verwandelt Slum in Caracas in einen offenen Raum für Kultur und Gemeinschaft
Caracas hat zwei Verkehrsachsen, die als "Cotas" bekannt sind: die Cota Mil, auch Avenida Boyacá genannt, die am nördlichen Rand der Hauptstadt von Ost nach West entlang des Nationalparks Waraira Repano verläuft, und die Cota 905, oder Avenida Guzmán Blanco, die sich in südlicher Richtung erstreckt... weiter

US-Imperialismus und Bolibourgeoisie in Venezuela

Welche Rollen spielen Regierung, Militär und Basisbewegungen unter dem Würgegriff der USA?
Das folgende Gespräch ist ein Auszug aus einem Interview mit dem Politikwissenschaftler Franck Gaudichaud über die aktuelle Machtkonstellation in Venezuela, die Frage der venezolanischen sozialen Bewegungen und die Perspektiven des Landes unter dem imperialistischen Druck der USA nach der... weiter

US-Rekolonialisierung in Venezuela und Wege des Widerstands

Widerstand oder Kollaboration mit den USA. Plädoyer für einen breiten nationalen Block
Während der vergangenen Monate haben wir mehrfach betont, dass das Ziel der Trump-Regierung die politische, wirtschaftliche und militärische Kontrolle über das Erdöl und die Bodenschätze Venezuelas sowie die Verwaltung der Verhaltensdaten der Bevölkerung war, um ein Regime der vorausschauenden... weiter

Rückkehr zur alten Ordnung in Bolivien

Rassismus, Symbolpolitik und die neue Präsenz der alten Eliten in Bolivien
Nach den Präsidentschaftswahlen im August scheint der politische Wandel vollzogen – doch in der Gesellschaft brechen alte Spannungen auf. In sozialen Netzwerken und Medien entlädt sich offener Rassismus gegen Indigene, auch genährt von Politik und der Medienlandschaft. Während Präsident Rodrigo Paz... weiter

Ecuador auf dem Weg zur Diktatur unter Noboa

Interne Kriegspropaganda, Austerität und Repression. Die sozialen Kämpfe gehen jedoch weiter
Ecuador befindet sich in einer schweren politischen Krise, deren Ursprung in Regierungsmaßnahmen mit ausgeprägtem Autoritarismus liegt, die das Leben der Land- und Stadtbevölkerung beeinträchtigen. Angesichts verfassungswidrig geltender Gesetze und anderer Zwangsmaßnahmen riefen der Einheitsverband... weiter

Ecuador: 100 Tage Weichenstellen für den Autoritarismus

Daniel Noboa nutzt seine Mehrheit im Parlament zum Staatsumbau in Ecuador
Ecuador steht an einem Wendepunkt. Kaum eine Woche vergeht ohne besorgniserregende Nachrichten. Nach nur 100 Tagen im Amt hat Präsident Daniel Noboa bereits eine Reihe von Gesetzen durch das Parlament gebracht, die seine Macht konzentrieren, die Demokratie angreifen und die Zivilgesellschaft... weiter

Die Krise des MAS und was bevorsteht: Sind 20 Jahren nichts?

Warum die linke MAS bei den Präsidentschaftswahlen gescheitert ist und was Bolivien nach der Stichwahl erwartet
Die Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo, MAS) erlebt ihre größte Krise seit zwei Jahrzehnten. Sie ist geprägt von innerer Zersplitterung und Korruptionsvorwürfen, die kurz vor den Präsidentschaftswahlen, bei denen ihre verschiedenen Kandidaten klar von den Kandidaten der Rechten und... weiter

Venezuela: Für Ernährungssouveränität und eine andere Logik der Produktion

Brasiliens MST und die Unión Comunera starten ein Projekt auf der Grundlage der Agroforstwirtschaft
Eine Flagge in den Boden pflanzen und nach sechs Monaten Planung und Vorbereitung mit der Landarbeit beginnen: Mit diesem Ziel arbeitet die brasilianische Landlosenbewegung (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra, MST) seit dem 13. April in Vergareña beim Anbau von Lebensmitteln nach... weiter

Venezuela: Die Auswirkungen der US-Blockade auf die Fischer im Amazonasgebiet

Mitglieder der Kommune Ayacucho am Orinoco berichten über die Folgen der US-Sanktionen für ihre Arbeit und ihr Leben
Teil III Die Auswirkungen der einseitigen Zwangsmaßnahmen der US-Regierung sind verheerend: Zehntausende sind gestorben und die Produktion ist dramatisch zurückgegangen. In der Kommune Ayacucho Die Kommunen (comunas) sind Zusammenschlüsse mehrerer Consejos Comunales auf lokaler Ebene. Die... weiter

Venezuela: Die Kommune Ayacucho ‒ Eine Fischergemeinschaft am Orinoco

Kommunarden berichten über ihre Organisierungsprozesse unter der US-Blockade
Im venezolanischen Bundesstaat Amazonas ist die Fischerei seit langem nicht nur ein Gewerbe, sondern eine Lebensweise, die auf Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gegenseitiger Hilfe beruht. Jetzt, unter der US-Blockade, ist die Fischerei eine noch wichtigere Nahrungsquelle geworden. Gleichzeitig... weiter

Gewerkschaftliche Organisation im Bananensektor in Ecuador: "Wir müssen den Kampf vereinen"

Weder Regierungen noch Unternehmen haben ein Interesse daran, die Umstände der Arbeiter grundsätzlich zu ändern
Der Bananensektor ist einer der Bereiche der Lebensmittelproduktion, in dem Arbeitende am stärksten ausgebeutet werden. Schlechte Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsbedingungen prägen den Alltag vieler Arbeitenden. Die Lateinamerika Nachrichten sprachen mit Jorge Acosta, dem Gründer der Gewerkschaft... weiter

Venezuela: Kultur, Brot und Revolution

Für das Kollektiv La Minka aus Caracas gehen Kultur und Brotbacken Hand in Hand mit dem Projekt, eine sozialistische Kommune aufzubauen
Das Kollektiv La Minka hat seinen Sitz in einem vielseitig nutzbaren Kulturraum in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores im Westen von Caracas. Auf der Fassade des Gebäudes, einer ehemaligen Druckerei, prangt über die drei Stockwerke hinweg ein farbenfrohes Wandgemälde, das verschiedene... weiter

Venezuela: Die Versammlung entscheidet

Der zentral-westliche Bundesstaat Lara in Venezuela ist reich an Erfahrungen mit Selbstverwaltung
Erfolgreiche Projekte mit unterschiedlichem politischem Hintergrund bestehen hier nebeneinander. Sinnbildlich dafür stehen das unabhängige Kooperativennetzwerk Cecosesola und die sozialistische Comuna El Maizal. Obst und Gemüse stapeln sich auf Tischen. An den Kassen der großen Markthalle bilden... weiter