Hintergrund & Analyse (ALBA-Länder, Wirtschaft)

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Juan Guaidó: Politisch gescheitert, aber Schlüsselfigur bei der Plünderung Venezuelas

Als "Interimspräsident" hat Guaidó sich als politischer Fehlschlag erwiesen. Was den Diebstahl von Vermögen des Landes angeht, sieht die Bilanz jedoch anders aus
Juan Guaidó ist politisch an einem toten Punkt angelangt. Er kann die Initiative nicht wiedererlangen, er kann nicht überzeugen, und er wird den Ruf der schlechten Verwaltung von Geldern nicht los, der ihn umgibt. Im Laufe der Wochen und Monate wird seine Gestalt immer kleiner, und man erinnert... weiter

Benzinpreiserhöhung, Coronavirus und die "neue Normalität" in Venezuela

Mit der Preiserhöhung und Dollarisierung beim Benzin werden klare Regeln aufgestellt, die nicht nur die Benzinversorgung, sondern die wirtschaftlichen Aktivitäten allgemein stabilisieren könnten
Nach der Ankunft der iranischen Tanker unter Missachtung der US-Blockade führte die Regierung ein neues Versorgungskonzept für Benzin ein. Dies entfachte die politische Debatte im Land neu. Das neue Preisschema, wie es von der Regierung von Präsident Nicolás Maduro eingeführt wurde, kann auf... weiter

Maßnahmen zur wirtschaftlichen Öffnung in Venezuela: Stabilisierung oder Demontage?

Viele Bereiche des Handels haben die schlimmsten Jahre der Krise überstanden und beginnen, wieder aufzuleben. Der Dollar wird in allen Gesellschaftsschichten verwendet
Ein komplexer Cocktail von Vorgängen und Maßnahmen scheint die venezolanische Wirtschaft wiederzubeleben und der Bevölkerung eine Atempause zu geben. Zugleich verwandeln sie aber auch den sogenannten "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in eine Struktur, die immer weniger mit der chavistischen Utopie... weiter

"Die Regierung Moreno setzt in Ecuador einen autoritären Neoliberalismus durch"

Der Soziologe und anerkannte politische Analyst David Chávez aus Ecuador im Interview mit amerika21
Kann man heute in Ecuador von einem demokratischen Rechtsstaat sprechen? Es ist enorm schwierig, dies zu bestätigen, selbst von den radikalsten rechten Sektoren, die einst die "Wiedergewinnung der Demokratie" gefeiert haben, ist heute wenig von vermeintlichen "demokratischen... weiter

Venezuela: Kleine Geschichte des Petro

Die ganze Welt sprach bei ihrer Einführung über die venezolanische Kryptowährung "Petro". Was hat sie versprochen, was konnte sie halten?
Der Petro als Problemlöser Als Antwort auf die bereits seit 2013 anhaltende wirtschaftliche Krise in Venezuela begann die Regierung von Präsident Nicolás Maduro im Februar 2018 offiziell mit dem Verkauf einer eigens geschaffenen KryptowährungKryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, deren... weiter

Evo Morales: "Dies ist der historische Kampf der Marginalisierten"

Fabián Kovacic von der linken Wochenzeitschrift "Brecha" aus Uruguay sprach mit Morales im Exil
Der Ex-Präsident von Bolivien bezweifelt, dass die De-facto-Regierung einen eventuellen Wahlsieg der Bewegung zum Sozialismus (MAS) bei den Wahlen im Mai anerkennt. Er besteht auf der Legitimität seiner erneuten Kandidatur für die Präsidentschaft im vergangenern Oktober und denkt, dass die Lösung... weiter

Venezuela: Der Sprung ins Kommunale

Über die Gründe der ökonomischen Krise in ihrem Land sind sich venezolanische Linke ebenso wenig einig wie über die Wege zu ihrer Bewältigung
Vor der Metrostation Agua Salud im Westen von Caracas schlängelt sich die Straße einen der Hügel des Stadtviertels 23 de enero hinauf. An der Seite ragen breite, 15-stöckige Hochhausblocks empor. Dazwischen erstrecken sich die für Venezuela typischen, als barrios bekannten Armenviertel aus roten... weiter

Venezuela – ein Paradoxon der Stabilität?

Die ersten sechs Monaten des Jahres waren für Venezuela eindeutig eine Zeit des Unheils. In der zweiten Jahreshälfte war alles anders ...
Für die Venezolaner war der Beginn des Jahres 2019 vielleicht der angespannteste Moment der vergangenen 17 Jahre. Anders als die politische Gewalt 2017 oder das Drama der Wahlsabotage 2018 waren wir diesmal mit dem realistischen Szenario einer ausländischen Militärintervention konfrontiert. Und zum... weiter

Ecuador und der IWF: "Die dunklen Schwalben werden wiederkehren"

Durch das Abkommen mit dem IWF ist das Land erneut in die Falle geraten, aus der es sich zuvor erfolgreich befreit hatte
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Zahlung von 4,2 Milliarden US-Dollar im Lauf der nächsten drei Jahre an die Regierung von Lenín Moreno im Rahmen des sogenannten Extended Fund Facility (EFF) bewilligt; anders als die traditionellen Stand-by-Kredite ist diese an weniger strukturelle... weiter

Regierunspolitik in Ecuador: Zu den Gewinnern gehören die reichsten Sektoren

Interview mit dem Ökonom Andrés Arauz aus Ecuador über die Folgen der Politik von Präsident Moreno
Andrés Arauz ist ecuadorianischer Ökonom und Politiker der “Bürgerrevolution” (Revolución Ciudadana). Während der Regierungszeit Rafael Correas war er in verschiedenen wichtigen Positionen im Wirtschafts-und Finanzbereich tätig, wo er z.B. als Generaldirektor für Bankgeschäfte der ecuadorianischen... weiter

Ein Jahr "Plan zur Wirtschaftsrettung Venezuelas": Sind wir auf Kurs, oder warten wir noch ab?

Das Kollektiv 15 y Ultimo kritisiert die Wirtschaftsmaßnahmen der venezolanischen Regierung im Kontext von Sanktionen und Hyperinflation
Ein Jahr nach seiner Einführung, die Leistung des Konjunkturprogramms zu bewerten, ist keine leichte Aufgabe, und dabei sollten mehrere wichtige Details berücksichtigt werden. Die Förderer und Befürworter des Plans gaben der Blockade unter der Führung der USA schnell die Schuld daran, dass die... weiter

Der IWF hat die Situation Ecuadors verschlechtert

Die Kreditvereinbarung Ecuadors mit dem Internationalen Währungsfonds führt zur Zunahme von Arbeitslosigkeit und Armut
Wenn die Menschen an den Schaden denken, den Länder mit hohem Einkommen, typischerweise angeführt von den USA und ihren Verbündeten, der Bevölkerung der restlichen der Welt zufügen, denken sie vor allem an Krieg. Hundertausende Iraker verloren in Folge der militärischen Invasion der USA 2003 ihr... weiter

Blockade: Keine Devisen für Kuba, nicht mal aus der Schweiz

Die US-Finanzsanktionen sollen Angst schüren, Druck ausüben, bis jegliche Beziehung zu Kuba abgebrochen ist
Es ist jedes Mal zum Lachen, wenn die Vertreter des Imperiums oder einer seiner Handlanger auf internationaler Bühne davon sprechen, dass es keine Blockade gegen Kuba gebe, sondern ein "Embargo", welches das Ergebnis eines bilateralen Konflikts zwischen unseren Nationen sei. Aber die hartnäckige... weiter

Venezuela – weder Wachstum noch Wohlstand

Was ist aus den vor einem Jahr von der Regierung Maduro angekündigten Wirtschaftsreformen geworden?
Am Abend des 17. August 2018 gab Präsident Nicolás Maduro die Anhebung des Mindestlohns auf 1.800 Bolívares Soberanos (Bs.S) bekannt, was einen Anstieg um das Sechzigfache bedeutete. Diese Maßnahme werde im Rahmen einer angekündigten Währungsumstellung durchgeführt. Wie wahrscheinlich fast alle... weiter

Die Preise und ihre Kontrolle in Kuba

Das Setzen der Behörden auf eine breit angelegte Preiskontrolle ist riskant, meint der Ökonom Ricardo Torres vom Studienzentrum für die kubanische Wirtschaft
Eines der von der kubanischen Regierung in Folge der Krise der 1990er Jahre immer wieder betonten Themen war, dass die Veränderungen im Wirtschaftsmodell keinen vollständigen Übergang zur Marktwirtschaft bedeuteten. In dieser Logik lebt Kuba seit 60 Jahren in einer Realität, die von der... weiter