Hintergrund & Analyse (Kolumbien, Politik)

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Kolumbien: "Strukturelle Veränderungen müssen von der Basis vorangetrieben werden"

Die indigene Aktivistin und Journalistin Dora Muñoz über die anhaltende Gewalt im Departamento Cauca
Während die kolumbianische Regierung im Rahmen des Programms zum "Totalen Frieden" Verhandlungen mit illegalen bewaffneten Gruppen führt, hält die Gewalt durch Paramilitärs, Armee und Guerrillas landesweit an. Das Jahr 2023 im Departamento Cauca endete mit der Ermordung von fünf Angehörigen des... weiter

Kolumbien: Neuausrichtung der Außenpolitik

Beim Kampf gegen den Klimawandel verfolgt Präsident Petro eine globale Vision. Auch zu aktuellen internationalen Krisenherden äußert sich seine Regierung mit klaren Worten
Die erste Linksregierung von Kolumbien hat die Außenpolitik des Landes neu ausgerichtet. Sie nähert sich Afrika an, der Handel zu China wird weiter ausgebaut. Beim Kampf gegen den Klimawandel verfolgt Präsident Gustavo Petro eine globale Vision. Auch zu aktuellen internationalen Krisenherden äußert... weiter

Erfolglos: Erste Lateinamerika-Reise von Außenministerin Baerbock

Fortschritte im Einflussstreben bleiben aus. Brasilien erteilt ihr eine offene diplomatische Abfuhr
Mit einer kräftigen Abfuhr in Brasilien und ohne erkennbaren Erfolg in Kolumbien und Panama ist vergangene Woche die erste Lateinamerikareise von Außenministerin Annalena Baerbock zu Ende gegangen. Offiziell standen bei Baerbocks Reise die Klima- und die Energiepolitik im Mittelpunkt der... weiter

Präsident von Kolumbien: "Wofür der Krieg? Es gilt, die menschliche Spezies zu retten"

Gustavo Petro im Interview mit France24 und Radio France International
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro nahm auf Einladung seines französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am 11. November am Friedensforum in Paris teil. Mit Radio France Internationale und France 24 sprach er exklusiv über internationale Politik, den Krieg Russland-Ukraine, Klimawandel, Anti-... weiter

Der Entwicklungsplan der Regierung von Gustavo Petro für Kolumbien (2022-2026)

Am heutigen Sonntag tritt Petro das Präsidentenamt an. Seine Regierung will den ungezügelten und gewalttätigen Kapitalismus im Land überwinden
Am 20. Juli wurden die neuen Mitglieder der kolumbianischen Legislative vereidigt, in der die Fraktion des "Pacto Histórico" (Historischer Pakt), die sich aus fast 70 Abgeordneten verschiedener linker und progressiver Parteien zusammensetzt, eine entscheidende Rolle spielen wird. Es ist das... weiter

Nach dem Wahlsieg des Pacto Histórico in Kolumbien: "Jetzt fängt alles an"

Nach dem Eindruck des Sieges stellt sich die Frage: Was jetzt? Drei Kernpunkte aus der ersten Rede von Gustavo Petro als gewählter Präsident
In Kolumbien bricht die Morgendämmerung an und die Hoffnung auf einen Wandel liegt in der Luft. Nach dem Eindruck des Sieges stellt sich die Frage: Was jetzt? Hier sind drei Kernpunkte aus der erste Rede von Gustavo Petro als gewählter Präsident. Niemals in der 212-jährigen Geschichte konnten... weiter

Kolumbien: Der Aufstand an den Wahlurnen

Die Menschen wählten den Wandel. Ein Land, das es gewohnt ist, sich zu wehren und von Tragödien zu berichten, kann endlich feiern
Am Sonntag hat Kolumbien mit seiner konservativen Wahlgeschichte gebrochen und zum ersten Mal gewann eine linksgerichtete Kraft. Nach den Volksaufständen von 2020 gelang es dem von Gustavo Petro und Francia Márquez angeführten Bündnis, den mehrheitlichen Willen des Volkes für einen Wandel zum... weiter

Wahlen in Kolumbien: Die Hasskampagne "Jeder außer Petro"

Die Hälfte des Landes sieht die Wahlen als Reality-Show, die mit der Beseitigung Petros enden soll
Die Anhänger von Bolívar und Santander hassten sich, die Zentralisten und Föderalisten hassten sich, die Armeen der Bürgerkriege des 19. Jahrhunderts sowie die Konservativen und Liberalen hassten sich und brachten sich im Tausend-Tage-Krieg gegenseitig um und bekämpften sich in den grausamen... weiter

Wahlen in Kolumbien: Gustavo Petro, Francia Márquez und ein historisches Projekt

Dem Pacto Histórico ist es gelungen, von der linken Mitte bis zu den radikalsten Volksbewegungen alle zusammenzubringen
Wenige Stunden, bevor sein Mandat als Bürgermeister von Bogotá in der Nacht zum 31. Dezember 2015 endete, twitterte Gustavo Petro ein Foto von sich: Er steht lächelnd neben einem Gemälde von Simón Bolívar, winkt mit der linken Hand und sagt voraus, dass er sich nach dem Ende der Etappe des "Bogotá... weiter

Kolumbien: Die Rebellion der "Niemande"

Ein Bericht aus Cali, der Hauptstadt des Widerstands, über den Wahlkampf von Francia Márquez, Kandidatin der sozialen Bewegungen für die Vizepräsidentschaft
Die junge Frau, nicht älter als 20 Jahre, ergreift das Mikrofon und hält eine Ansprache. "Wir kommen aus den am meisten ausgegrenzten und unsichtbar gemachten Teilen dieser Stadt. Wir sind die Niemande, die Primera Línea. Wir wollen ein echtes Engagement für die Jugend, wo wir alle einbezogen... weiter

Präsidentschaftswahlen 2022 in Kolumbien: Noch ist alles offen

Viele Posts in den sozialen Netzwerken erwecken den Eindruck, der Vormarsch des Pacto Histórico sei unaufhaltsam und alles schon entschieden. Aber ist das die Realität?
Auch wenn die sozialen Netzwerke alles übertreiben, bis hin zur Schaffung fertiger Bilder von dem was noch im Gange ist, ist im Wahlkampf um die Präsidentschaft noch nichts entschieden. Dafür gibt es Anzeichen verschiedener Intensität. Es handelt sich um Glanzbilder, die blenden und dazu führen... weiter

Kolumbien: "In den ländlichen Gebieten machen die Sicherheitskräfte, was sie wollen"

Gespräch mit Yuri Quintero vom Netzwerk für Menschenrechte in Putumayo über das jüngste Massaker in der Region, den Friedensprozess und die Präsidentschaftswahlen
Worin besteht die Arbeit des Netzwerks für Menschenrechte in Putumayo und wie werdet ihr von den Konflikten beeinflusst, beispielsweise durch die Anwesenheit unterschiedlicher bewaffneter Akteure in der Region? Das Netzwerk für Menschenrechte entstand 2011 als ein notwendiger... weiter

Rassismus und kapitalistische Unterdrückung in Kolumbien ‒ und der Welt

Francia Márquez könnte bald Vizepräsidentin von Kolumbien sein. Im Wahlkampf wird sie als Frau aus einfachen Verhältnissen und als Schwarze beleidigt und beschimpft
Zwei Vorfälle, scheinbar weit voneinander entfernt und ohne jegliche Verbindung an zwei verschiedenen Orten der Erde, sind bezeichnend für den Rassismus, der in den aktuellen Gesellschaften herrscht und der charakteristisch für den "neuen-alten Geist der Kapitalismus" ist. Diese Vorfälle ereigneten... weiter

Wie Steinkohle das Leben in Kolumbien verfinstert

Für die Konzerne, die den Tagebau im Cerrejón betreiben, bedeutet er beträchtliche Gewinne ‒ zum Schaden der Wayuu, der Schwarzen und bäuerlichen Bevölkerung
Einer der größten Steinkohletagebaue der Welt befindet sich im Nordosten Kolumbiens, im Departamento La Guajira, die Cerrejón-Mine. Deshalb scheint in diesem riesigen Gebiet außer der Sonne fast nichts und ein großer Teil des Landes ist durch den umweltschädlichen Kohlestaub geschwärzt. "Als wir... weiter

Bundesregierung verteidigt umstrittene Militärkooperation mit Nato-Partner Kolumbien

Wie die deutsche Regierung die Unterstützung der hochgradig repressiven kolumbianischen Sicherheitskräfte rechtfertigt
Die Mehrheit der Kolumbianer:innen missbilligt die Polizei. Das verwundert aufgrund ihrer Methoden nicht. In den letzten drei Jahren wurde es zur Normalität, dass sie Jugendliche bei Protesten erschießt, Demonstrantinnen sexuell missbraucht oder nachts die menschenleeren Straßen der ärmeren... weiter