Nachrichten (Amerikas, Militär)

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Mehr Tote in Kolumbien als in Afghanistan

Einheiten der FARC-Guerilla
Präsident Santos erkennt hohe Verluste ein – und lässt Zahlen dann zensieren. Krieg gegen die Rebellen droht weiter zu eskalieren
Bogotá. Das gerade zurückliegende Weihnachtsfest brachte Kolumbien keine Friedensnachrichten. In seiner Grußbotschaft an die Streitkräfte gestand Präsident Manuel Santos am 24. Dezember von der Luftwaffenbasis Tolemaida aus ein, dass der Staat in den letzten zehn Monaten im Kampf... weiter

Razzia wegen Waffenexporten nach Mexiko

US-Soldaten mit G-36-Sturmgewehr
Rüstungskonzern Heckler & Koch durchsucht. Affäre um mutmaßlich illegale Waffenlieferungen in mexikanische Unruhegebiete zieht immer weitere Kreise
Oberndorf. Knapp zwei Dutzend Beamte der Staatsanwaltschaft Stuttgart haben am Dienstagmorgen eine Hausdurchsuchung in den Geschäftsräumen von Europas größtem Gewehrhersteller Heckler & Koch (H&K) durchgeführt und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt. Dem Rüstungsunternehmen... weiter

OAS-Gericht verurteilt Brasilien

Plakat: 30 Jahre Guerrilha do Araguaia
Tribunal sieht brasilianischen Staat schuldig für Verschleppung und Mord an 62 Rebellen zwischen 1972 bis 1974. Amnestiegesetz umgangen
San José. Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH) der Organisation Amerikanischer Staaten hat den brasilianischen Staat wegen der Verschleppung und Ermordung von 62 Mitgliedern der Rebellenorganisation Guerrilha do Araguaia zwischen 1972 bis 1974 verurteilt.... weiter

Kolumbiens Guerilla kündigt Freilassungen an

Piedad Córdoba
Rebellenorganisation FARC will fünf Gefangene entlassen. Liberale Senatorin Córdoba soll vermitteln – trotz Vorwürfen der Staatsanwaltschaft
Bogotá. Unterschiedliche Signale aus Kolumbien: Einige Wochen nachdem Kolumbiens Oberstaatsanwalt der liberalen Senatorin Piedad Córdoba wegen Gesprächen mit der Rebellenorganisation FARC Berufsverbot erteilt hat, wünscht Präsident Manuel Santos eben diesen Kontakt. Nach Angaben... weiter

US-Botschaft wollte Zelaya isolieren

Portrait des Ex-Botschafters Ford vor US-Fahne
Wikileaks und Lateinamerika: Einstiger Abgesandter Washingtons baute 2008 Kontakt zu Gegnern von Präsident auf. Staatschef als "rebellischer Teenager"
Tegucigalpa/Washington. Die US-Botschaft in Honduras hat während der Regierungszeit von Ex-Präsident George W. Bush massiv Einfluss auf die Innenpolitik dieses mittelamerikanischen Landes genommen und Verbindungen zu dem später gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya aufgenommen. Das... weiter

Beobachter rügen Militarisierung in Honduras

Blick aus dem Autofenster auf schwer bewaffnete Soldaten
Delegation aus Deutschland und Österreich besucht Konfliktgebiet im Norden des Landes. Zunehmende Gewalt nach dem Putsch
Tegucigalpa. Die Mitglieder einer deutsch-österreichischen Menschenrechtsdelegation in Honduras haben vor einer weiteren Zuspitzung der sozialen Auseinandersetzungen in dem mittelamerikanischen Land gewarnt. Die amtierende De-facto-Regierung unter dem Unternehmer Porfirio Lobo und... weiter

Auf Wahlen in Haiti folgen Proteste

Kandidat und Unternehmer Charles H. Baker protestiert gegen Ergebnis
Schwere Ausschreitungen nach Bekanntgabe von Wahlergebnis. USA wenden sich gegen Wahl und gießen Öl ins Feuer
Port-au-Prince. Was einige Beobachter schon im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Haiti prophezeit hatten, ist nun eingetreten: Ein Sturm der Entrüstung und verzweifelter Wut hat das Land erfasst. Unmittelbar nach Bekanntgabe der  offiziellen Wahlergebnisse am... weiter

USA wollen Einfluss in Mexikos Armee

Emblem der mexikanischen Armee: Umriss eines Soldaten vor der Landesfahne
Wikileaks und Lateinamerika: Washington verfolgt strategisches Projekt in südlichem Nachbarstaat. Konflikt mit militärischen Traditionalisten
Mexiko-Stadt. Die Internetplattform Wikileaks ist im Besitz von 2.625 Dokumenten, die von der US-Botschaft bzw. den US-Konsulaten aus Mexiko nach Washington geschickt wurden. Von den sechs bislang veröffentlichten Depeschen aus der Zeit von Oktober 2009 bis Februar 2010 befassen... weiter

Rios Polizei besetzt "Complexo do Alemão"

Massiver Einsatz: Bewaffnete Einheiten während der jüngsten Aktion
Drogenbosse entkommen offenbar durch Kanalisation. Waffenhandel, Milizen und korrupte Politik bleiben unberührt
Rio de Janeiro. In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro haben Polizei und Militär am Wochenende die berüchtigte Favela "Complexo do Alemão" besetzt. Polizei- und Regierungsvertreter sprachen von einer "historischen Chance", den dortigen Drogenhandel und die Kriminalität zu... weiter

Hilfe für Honduras-Putsch politisch gewollt

Botschafter der USA, Hugo Llorens, mit Präsident Zelaya
Wikileaks und Lateinamerika: US-Botschafter bezeichnete Putsch gegen Präsident Zelaya als illegal. Einschätzung traf in Washington auf taube Ohren
Tegucigalpa/Washington. Die US-Regierung hat das Putschregime in Honduras politisch und finanziell unterstützt, obwohl die Botschaft Washingtons in Tegucigalpa den Sturz von Präsident Manuel Zelaya am 28. Juni 2009 eindeutig als illegal bezeichnete und die zentralen Argumente der... weiter