Hintergrund & Analyse (Alle Länder, Soziale Bewegungen)

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Die aggressive Dekadenz der Oligarchie in Kolumbien

Das Regierungssystem in seiner tiefen Krise ist auf Bürgerkrieg im Land und einen Söldnerkrieg gegen Venezuela aus, sagt Ex-Farc-Guerillero Pablo Nariño
Dieser Beitrag stammt von Mitte April, also vor dem Generalstreik und den massiven Protesten, die Kolumbien seit zehn Tagen erschüttern Die Regierung des Centro DemocráticoDie regierende ultrarechte Partei Centro Democrático wurde von Ex-Präsident Álvaro Uribe gegründet. Präsident Iván Duque... weiter

Kommunitäre Medien in Guatemala: "Wir berichten über das, was in den Gemeinden geschieht"

Interview mit dem Journalisten Carlos Ernesto Choc von Prensa Comunitaria
Carlos Ernesto Choc, Maya Q'eqchi', ist Journalist aus El Estor im Departamento Izabal in Guatemala. Er arbeitet für das investigative und weit über das Land hinaus bekannte kommunitäre Medium Prensa Comunitaria. Nachdem er 2017 bei einem Protest von Fischern gegen das Minenunternehmen Compañia... weiter

Mexiko: "SOS, sie töten uns"

Keine Pandemie kann das Erstarken der feministischen Bewegung in Mexiko stoppen
Der 8. März in Mexiko setzte ein starkes Zeichen, obwohl der Protest aufgrund der globalen Corona-Pandemie zum Teil online stattfand und die Bewegung durch interne Konflikte gespalten ist. Feministische Kollektive widmeten die Mauer vor dem Nationalpalast in einen Ort des Gedenkens an die in Mexiko... weiter

Ecuador: Wieso verlor die linke Mehrheit gegen die Rechte?

Das linke Mehrheitslager verstand es nicht, im zweiten Wahlgang eine Einheit herzustellen und wurde besiegt
Die ecuadorianische Linke trat tief gespalten zur zweiten Runde bei den Präsidentschaftswahlen an. Ihre drei Präsidentschaftskandidaten, alle erklärte Gegner des Neoliberalismus, kamen bei der ersten Runde zusammen auf 66 Prozent der Stimmen: Andrés Arauz erhielt 32 Prozent, Yaku Pérez 19 Prozent,... weiter

Kolumbien: "Wir bleiben 'Blauschilde' bis sich die Dinge ändern"

Colombia Informa sprach mit Mitgliedern des politischen Selbstverteidigungskollektivs "Escudos Azules"
Am 24. Februar fand in Kolumbien der Tag gegen Polizeigewalt statt. Bei einer der Demonstrationen in Bogotá schoss die Esmad [Spezialeinheit zur Aufstandsbekämpfung] direkt auf das Auge von Gareth Steven Sella, der als "Escudo Azul" an den Protesten teilnahm. Gareth verlor sein linkes Auge.... weiter

Venezuela: Den Traum von Kommunalen Städten verwirklichen

Zwei Aktive einer der Modellkommunen Venezuelas diskutieren den Aufbau einer Kommunalen Stadt
El Maizal ist eine ländliche Kommune zwischen den zentral gelegenen Bundesstaaten Lara und Portuguesa mit einem großen Engagement für das Projekt von Chávez, wie es in der Losung "Kommune oder nichts" zum Ausdruck kommt. Jetzt, im Frühjahr 2021, werben die Kommunarden für das, was die Kommunale... weiter

Krise in Peru: "Der Wandel muss von unten kommen"

Interview mit Linkspolitikerin und Aktivistin Indira Huilca über die kommende Präsidentschaftswahl, die Schwäche der Linken und Strategien aus der politischen Krise
Am 11. April wählt Peru eine:n neue:n Präsident:in und einen neuen Kongress. Nach Jahren der politischen Krise und einem katastrophalen Pandemie-Jahr, das in dem Andenstaat viele Menschenleben gekostet und Millionen in die Armut gestürzt hat, haben die meisten Menschen den Glauben in das politische... weiter

Haiti: Die Zivilgesellschaft lässt nicht locker

Präsident Moïse spielt mit der Verfassung und stößt auf Widerstand
Haiti hat seit dem 7. Februar zwei Präsidenten und damit ein Problem mehr. Folgerichtig ebben die Proteste gegen den seit 2017 amtierenden Präsidenten Jovenel Moïse nicht ab. Er will bis Februar 2022 weiterregieren und weiß dafür die sogenannte Core Group, in der unter anderem die USA und... weiter

Kolonialismus im Land der Mapuche in Chile

Auch Schweizer Siedler:innen sind am Landraub im Wallmapu, dem Territorium des indigenen Volkes der Mapuche, beteiligt
In der Nacht auf den 6. August 2020 versammelt sich trotz der pandemiebedingten Ausgangssperre eine Menge aufgebrachter Menschen vor den Gemeindehäusern der Kleinstädte Traiguén, Curacautín, Galvarino und Victoria. Sie grölen rassistische Parolen und vertreiben mit Gewalt die Mapuche-Aktivist:innen... weiter

Am Kern des Problems vorbei

Eine Analyse aktueller Interpretationen der Linksregierungen in Lateinamerika
Von der Krise der Linksregierungen ist in den vergangenen Jahren viel zu hören. Der Putsch gegen die Regierung von Evo Morales war 2019 der vorläufige Höhepunkt, der durch die Wahl von Luis Arce vorerst überwunden scheint. Die Herausforderungen bleiben. Das gilt insbesondere für Venezuela, dem... weiter

Militarisierung widerständiger Gemeinden in El Salvador

Regierung diffamiert Bewohner als Drogenhändler:innen und Terrorist:innen. Machtmissbrauch durch Polizei und Armee nimmt zu
Interview mit Rosa Lilian López von der "Vereinigung der Gemeinden für die Entwicklung von Chalatenango" (CCR) Können Sie sich und Ihre Organisation kurz vorstellen? Mein Name ist Rosa Lilian López, ich arbeite in der Organisation "Vereinigung der Gemeinden für die... weiter

"Lateinamerika ist auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Neoliberalismus"

Chile war das "Flaggschiff" des Neoliberalismus in Lateinamerika. Dieses Schiff ist gesunken, und jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen
Um eine Bilanz der Ereignisse der letzten Monate in der Region zu ziehen und einen Blick auf die Zukunft zu werfen, führte La Época ein exklusives Interview mit dem renommierten argentinischen Intellektuellen Atilio Boron In den letzten drei Jahren gab es in Lateinamerika und der Karibik... weiter

"Alles oder nichts": Chile zwischen Verfassungsreform, Aufstand und einer Pandemie

Gespräch mit Francisca Fernandez, "La Pancha", Mitglied der Bewegung für das Wasser und die Territorien und des feministischen Bündnisses Coordinadora Feminista 8M
Wie hat sich die aktuelle Krise auf Chile ausgewirkt? Welche Konflikte durchziehen heute das neoliberale Chile, gegen das die Bewegungen Widerstand leisten? Was wir heute erleben, ist sowohl eine verstärkte Sichtbarkeit als auch eine Verschärfung der Krise. Aus historischer... weiter

Venezuela: "Viele fühlen sich von den verschiedenen politischen Strömungen nicht mehr angesprochen"

Gespräch mit dem Journalisten Marco Teruggi über die aktuelle Entwicklung in Venezuela und Lateinamerika
Teil I Die realtiv hohe Wahlenthaltung bei den Parlamentswahlen in Venezuela muss untersucht werden. Eine 30,5-prozentige Beteiligung ist im Vergleich zu anderen Parlamentswahlen auf der Welt nicht so gering, aber der Bolivarische Prozess ist bislang von hohem politischen Engagement und... weiter

"2021 wird das Jahr der Impfung, des sozialen Kampfes und der Veränderung in Lateinamerika sein"

João Pedro Stédile, nationaler Koordinator der Landlosenbewegung in Brasilien, zieht Bilanz des Jahres 2020 und zeigt Perspektiven für 2021 auf
In diesem Jahr kam es zur Zwangsräumung in Quilombo Campo Grande, Nothilfe wurde den Landarbeitern verweigert und es gab eine Zunahme der Gewalt auf dem Land. Wie analysieren Sie das Jahr 2020 angesichts der Rückschläge, insbesondere in Bezug auf Themen, die mit den ländlichen Gebieten zu... weiter