Lima. Für die linke Wahlallianz Venceremos (Wir werden siegen) in Peru sind nur zwei der drei Parteien zugelassen worden. Der Partei Unidad Popular hat der Nationale Wahlausschuss (JNE) die Zulassung verweigert. Laut JNE sei die Frist für die Einschreibung der Partei überschritten. Für das Bündnis Venceremos können damit nur die Parteien Voces del Pueblo (Stimmen des Volkes) und Nuevo Perú por el Buen Vivir (Neues Peru für das Gute Leben) kandidieren.
Der JNE gab die Entscheidung am 1. August, einen Tag vor dem Ende der Einschreibungsfrist, bekannt. Duberlí Rodríguez von der Unidad Popular erklärte, seine Partei habe beschlossen, dem Bündnis Venceremos den Weg für die Wahlteilnahme freizumachen. Er stellte aber die Entscheidung des JNE scharf in Frage. "Gestern Abend haben wir erfahren, dass der Nationale Wahlausschuss in einer absolut illegalen und willkürlichen Entscheidung eine ziemlich seltsame Entscheidung getroffen hat, die nicht im Einklang mit dem Verfahrensrecht steht", erklärte er gegenüber Medien.
Für Venceremos gilt der Grundsatz der "kollektiven Führung". Entscheidungen wie die über den Präsidentschaftskandidaten werden daher noch getroffen, erklärte Vicente Alanoca für die Partei Nuevo Perú.
Damit sind fünf Parteienbündnisse für die Wahlen im April 2026 eingeschrieben. Als erste Allianz hat sich die Unidad Nacional, ein Zusammenschluss aus Mitte-Rechts-Parteien, registriert. Als ihr Präsidentschaftskandidat wird der derzeitige Kongressabgeordnete und ehemalige Armeegeneral Roberto Chiabra antreten. Als Kraft der Mitte nimmt laut Medienberichten die Wahlallianz Fuerza y Libertad (Kraft und Freiheit) an den Wahlen teil. Einen Antrag von Ahora Nación, einer Koalition aus den Parteien Perú Nación unter der Führung des ehemaligen Universitätsrektors Alfonso López Chau und Salvemos al Perú (Retten wir Peru) des ehemaligen Innenministers Mariano González, prüft der JNE noch.
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Die fünfte registrierte Allianz ist die Frente de los Trabajadores und Emprendedores (Front der Arbeitnehmer und Kleinunternehmer), bestehend aus den Parteien Primero la Gente (Zuerst die Menschen) und der Partido de los Trabajadores und Emprendedores. Ihr Vertreter Marco Zavallos erklärte in den Medien, dass diese Vereinigung "langfristig angelegt und nicht nur auf die Wahlen beschränkt ist".
Der JNE hat noch bis zum 1. September Zeit, die Vorschläge zu überprüfen. Dann wird eine endgültige Entscheidung getroffen. Die Parlaments-, Kongress- und Präsidentschaftswahlen sind für den 12. April 2026 geplant. Das hatte Präsidentin Dina Boluarte am 25. März dieses Jahres per Dekret festgelegt.
Nach Medienberichten hat Venceremos Chancen, bei den Präsidentschaftswahlen die Stichwahl zu erreichen, besonders durch die Stimmen aus dem "rebellischen Süden" des Landes.
Boluarte übernahm das Präsidentenamt nach dem gewaltsamen Sturz ihres Amtsvorgängers Pedro Castillo Ende 2022. Besonders in den ersten Monaten ihrer Amtszeit kam es zu großen Protesten. Nach Medienberichten kamen bei den Protesten 2022 und 2023 49 Menschen ums Leben, 937 wurden verletzt. Ein Schwerpunkt der Proteste war der indigene Süden des Landes.

