Hintergrund & Analyse (Amerikas, Menschenrechte)

Aktive Filter: Amerikas (zurücksetzen) und Menschenrechte (zurücksetzen)

"Noch haben wir Zeit, das Unmögliche möglich zu machen"

Resignation ist die schlimmste aller Niederlagen, sagt der argentinische Friedensnobelpreisträger Pérez Esquivel
Die Völker begreifen die Notwendigkeit, Wege der Einheit in der Vielfalt zu finden, und streben danach, ein Zusammenleben und Frieden in der ständiger Dynamik der sozialen, kulturellen, politischen und spirituellen Veränderung zu erreichen. Die Menschheit erlitt zwei Weltkriege mit Millionen von... weiter

Ist das EU-Mercosur Freihandelsabkommen entwaldungssicher?

Neue Studie prognostiziert steigende Entwaldungsraten in Mercosur-Staaten. Abholzungsrisiko besonders hoch im Amazonasgebiet Brasiliens
Im Juni 2019 einigten sich die Europäische Kommission und die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay auf ein Handelsabkommen, das nach der Ratifizierung durch die teilnehmenden Länder den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zwischen den beiden Regionen steigern soll.... weiter

Deutschland und die Illusion vom Frieden in Kolumbien

Geflüchtete bekommen nicht den Schutz, den sie wegen der Bedrohungen in ihrem Herkunftsland verdient hätten
Erbitterte Kämpfe bewaffneter Gruppen um Territorien sowie tödliche Angriffe auf soziale Führungspersönlichkeiten zwingen wieder viele Kolumbianer:innen zur Flucht nach Deutschland. Dort hoffen sie jedoch oft vergeblich auf Asyl oder zumindest subsidiären Schutz. Organisationen, die Geflüchtete aus... weiter

Kubas Beiträge im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie

Kuba hat gezeigt, dass ein anderer Weg im Kampf gegen die Pandemie möglich ist ‒ und damit im Westen ein Beispiel für Effizienz gesetzt
"Sie haben intelligente Waffen entdeckt. Wir haben etwas viel Wichtigeres entdeckt: Menschen denken und fühlen." Fidel Castro Die Covid-19-Pandemie hat das Versagen der meisten westlichen kapitalistischen Länder in ihrer öffentlichen Gesundheitspolitik offenbart. Jahrzehnte der neoliberalen... weiter

"Consulta previa" ‒ Zwischen indigener Selbstbestimmung und technokratischem Projektmanagement

Das Recht auf Konsultation ist zum neuen Eckstein für die Debatten um Ressourcenabbau in Lateinamerika geworden
Die Interpretation dieses Rechts durch die von Megaprojekten betroffenen indigenen Völker unterscheidet sich dabei grundlegend von jener der Konzerne und Regierungen. Überlagert und begleitet wird der Begriff der Konsultation auch von einem in den Raum gestellten Recht auf informierte und vorherige... weiter

Kolonialismus im Land der Mapuche in Chile

Auch Schweizer Siedler:innen sind am Landraub im Wallmapu, dem Territorium des indigenen Volkes der Mapuche, beteiligt
In der Nacht auf den 6. August 2020 versammelt sich trotz der pandemiebedingten Ausgangssperre eine Menge aufgebrachter Menschen vor den Gemeindehäusern der Kleinstädte Traiguén, Curacautín, Galvarino und Victoria. Sie grölen rassistische Parolen und vertreiben mit Gewalt die Mapuche-Aktivist:innen... weiter

Militarisierung widerständiger Gemeinden in El Salvador

Regierung diffamiert Bewohner als Drogenhändler:innen und Terrorist:innen. Machtmissbrauch durch Polizei und Armee nimmt zu
Interview mit Rosa Lilian López von der "Vereinigung der Gemeinden für die Entwicklung von Chalatenango" (CCR) Können Sie sich und Ihre Organisation kurz vorstellen? Mein Name ist Rosa Lilian López, ich arbeite in der Organisation "Vereinigung der Gemeinden für die... weiter

Kuba: Eine Impfung gegen Egoismus und Ungleichheit

Weltweit sind bereits mehrere Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus verfügbar, aber der Zugang dazu ist so ungleich wie die Welt, in der wir leben
"Es wird nicht eine ausgebrannte und überholte Weltordnung sein, die die Menschheit retten und die natürlichen Bedingungen schaffen kann, die für ein würdiges Leben auf dem Planeten unerlässlich sind. [...] Es geht nicht um eine ideologische Frage; es ist bereits eine Frage von Leben oder Tod für... weiter

Der neue Angriff auf das Wasser und die Wege des Blauen Kapitalismus

Das Finanzkapital stuft die "Wasserindustrie" als eine der auf lange Sicht sichersten und rentabelsten Investitionen ein
Als die CME Group – ein internationales Unternehmen, das auf Finanzderivatemärkte spezialisiert ist – in der zweiten Dezemberwoche begann, Wassernutzungsrechte in Kalifornien, insbesondere auf Terminmärkten zu listen, löste das weltweit Alarm aus. Ja, es geht um Nutzungsrechte an Wasser. Die... weiter

Honduras: Privates Paradies

Auf der honduranischen Karibikinsel Roatán entsteht eine der weltweit ersten Sonderzonen
In sogenannten Sonderzonen für Beschäftigung und ökonomische Entwicklung (Zonas de empleo y desarrollo económico, ZEDE) übernehmen Privatunternehmen hoheitliche Aufgaben. Sie sind dem honduranischen Gesetz nach weitgehend autonome, von Investor:innen verwaltete Enklaven. Diese Sonderzonen folgen... weiter

Föderalismus, Landverteilung und der Kampf der Mapuche in Chile

Interview mit dem indigenen Gouverneurskandidaten für die Araucanía, Vicente Painel
Zum ersten Mal hat die Bevölkerung in Chile im April 2021 die Möglichkeit, die zuvor von der Zentralregierung ernannten Regionalgouverneure direkt zu wählen. Vicente Painel, Sie sind Mapuche und Kandidat für das Amt des Gouverneurs der Region Araucanía, dem Hauptgebiet der Mapuche-... weiter

"Venezuela braucht dringend eine Perspektive auf eine Überwindung der gesellschaftlichen Polarisierung"

Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko
Interview mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko zur Parlamentswahl, der Sanktionspolitik der USA, den Menschenrechten und der Rolle Deutschlands und der EU
Herr Hunko, am Sonntag wird in Venezuela ein neues Parlament gewählt. Kann die Wahl einen Beitrag zur Lösung der tiefen Krise des Landes leisten? Darauf deutet gegenwärtig leider wenig hin. Wäre es im Vorfeld zu einer Einigung der Regierung auch mit weiteren Teilen der... weiter

Peru: "Denn uns haben sie nicht verschwinden lassen"

Der Angehörigenverband Anfasep kämpft für die Erinnerungsstätte in Ayacucho
Die peruanische Andenprovinz Ayacucho war in den 1980er Jahren ein Hauptschauplatz des internen bewaffneten Konflikts zwischen dem maoistischen Leuchtenden Pfad und dem Militär. Die Hinterbliebenenorganisation Anfasep setzt sich seit 1983 für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen wie Fällen... weiter

Paulo Freire und die Pädagogik der Hoffnung in Zeiten der Pandemie

Der alte Freire, der von Tag zu Tag jünger wird, hat uns noch viel zu lehren
Schon Wochen vor dem Beginn der Pandemie charakterisierte Jair Bolsonaro Paulo Freire als ein "besessenes Idol der Linken". Es war sicher nicht das erste und wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal, dass der brasilianische Präsident einen der größten Volkslehrer des globalen Südens öffentlich... weiter

El Salvador: "Unser Park ist eine Art historisches und kulturelles Erbe"

Interview mit Rosa Isabas Galeano und Juan José Hernández Guerra aus Cuisnahuat
Rosa Isabas Galeano wohnt in Cuisnahuat und ist Teil der örtlichen Volksversammlung (Asamblea Popular). Diese wurde 2009 gegründet und repräsentiert derzeit um die 60 Prozent der 32 Gemeinden (Caserillos) des Landkreises (Municipio) Cuisnahuat. Juan José Hernández Guerra lebt ebenfalls in... weiter