Hintergrund & Analyse (Politik, Wirtschaft)

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Ecuadors Linke ist zurück

Die Stichwahl steht noch aus, doch nach vier Jahren Neoliberalismus zeigt der Kurs nach links. Welche Politik ist von Andrés Arauz zu erwarten? Darüber hat Jacobin vor der Wahl mit ihm gesprochen
In der letzten Phase des Wahlkampfes wurde die Verzweiflung von Lenín Morenos neoliberaler Regierung und den rechten Parteien in Ecuador immer spürbarer: Sie taten alles, um den Sieg der Linken unter der Führung von Andrés Arauz zu blockieren. Die Regierung von Lenín Moreno hat einen... weiter

"Lateinamerika ist auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Neoliberalismus"

Chile war das "Flaggschiff" des Neoliberalismus in Lateinamerika. Dieses Schiff ist gesunken, und jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen
Um eine Bilanz der Ereignisse der letzten Monate in der Region zu ziehen und einen Blick auf die Zukunft zu werfen, führte La Época ein exklusives Interview mit dem renommierten argentinischen Intellektuellen Atilio Boron In den letzten drei Jahren gab es in Lateinamerika und der Karibik... weiter

Kuba: Eine Impfung gegen Egoismus und Ungleichheit

Weltweit sind bereits mehrere Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus verfügbar, aber der Zugang dazu ist so ungleich wie die Welt, in der wir leben
"Es wird nicht eine ausgebrannte und überholte Weltordnung sein, die die Menschheit retten und die natürlichen Bedingungen schaffen kann, die für ein würdiges Leben auf dem Planeten unerlässlich sind. [...] Es geht nicht um eine ideologische Frage; es ist bereits eine Frage von Leben oder Tod für... weiter

Der neue Angriff auf das Wasser und die Wege des Blauen Kapitalismus

Das Finanzkapital stuft die "Wasserindustrie" als eine der auf lange Sicht sichersten und rentabelsten Investitionen ein
Als die CME Group – ein internationales Unternehmen, das auf Finanzderivatemärkte spezialisiert ist – in der zweiten Dezemberwoche begann, Wassernutzungsrechte in Kalifornien, insbesondere auf Terminmärkten zu listen, löste das weltweit Alarm aus. Ja, es geht um Nutzungsrechte an Wasser. Die... weiter

Joe Biden und Lateinamerika: Veränderungen und Kontinuitäten

Das lateinamerikanische Zentrum für Geopolitik zu den Aussichten für Lateinamerika mit der neuen US-Regierung
Der Amtsübernahme von Joe Biden in den USA wird keine grundlegenden Veränderungen im Hinblick auf das Herrschaftsverhältnis gegenüber Lateinamerika bringen. Das zukünftige Kabinett Bidens kann indes als eine Art "spezialisierte" Elite charakterisiert werden, mit Karrieren an Universitäten und... weiter

Venezuela: "Viele fühlen sich von den verschiedenen politischen Strömungen nicht mehr angesprochen"

Gespräch mit dem Journalisten Marco Teruggi über die aktuelle Entwicklung in Venezuela und Lateinamerika
Teil I Die realtiv hohe Wahlenthaltung bei den Parlamentswahlen in Venezuela muss untersucht werden. Eine 30,5-prozentige Beteiligung ist im Vergleich zu anderen Parlamentswahlen auf der Welt nicht so gering, aber der Bolivarische Prozess ist bislang von hohem politischen Engagement und... weiter

Transgene in Kuba: das Zusammentreffen von Notwendigkeit, Wissenschaft und Technologie

Kuba plant die kontrollierte Einbeziehung von Transgenen als Alternative in der landwirtschaftlichen Entwicklung
Zu einer Kontroverse führte in Kuba im vergangenen Juli die Vorstellung eines Gesetzes (amerika21 berichtete), in dem es um die Umsetzung der kubanischen Politik bei der Anwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) geht – eine Alternative, zu der das Land aufgrund der Notwendigkeit zum... weiter

Honduras: Privates Paradies

Auf der honduranischen Karibikinsel Roatán entsteht eine der weltweit ersten Sonderzonen
In sogenannten Sonderzonen für Beschäftigung und ökonomische Entwicklung (Zonas de empleo y desarrollo económico, ZEDE) übernehmen Privatunternehmen hoheitliche Aufgaben. Sie sind dem honduranischen Gesetz nach weitgehend autonome, von Investor:innen verwaltete Enklaven. Diese Sonderzonen folgen... weiter

Pestizide in Argentinen: Ein Aufruf mit 24 Jahren Verspätung

Die Regierung will jetzt die Auswirkungen von Pestiziden untersuchen. Es gibt aber schon mehr als 1.100 wissenschaftliche Studien über die schweren Schäden, die sie im Land verursachen
Über zwei Jahrzehnte nach der Zulassung der ersten genveränderten Kultur unter Einsatz von Glyphosat hat die argentinische Regierung erklärt, dass sie die Auswirkungen von Pestiziden auf die Umwelt und auf biologische Organismen untersuchen wird. Die Initiative wird von Wissenschaftsminister... weiter

Das Lithium und der Putsch in Bolivien

Berlin nimmt erneut Zugriff auf die weltgrößten Lithiumvorräte in Bolivien ins Visier. Zuvor hatte es dort Putschisten den Rücken gestärkt
Nach der Präsidentenwahl in Bolivien hoffen Berlin und deutsche Wirtschaftskreise auf direkten Zugriff auf die vermutlich größten Lithiumlagerstätten der Welt. Schon Ende 2018 hatte das deutsche Unternehmen ACI Systems ein Joint Venture mit der staatlichen bolivianischen YLB schließen können, um... weiter

Die "neue Normalität", das Virus und unser Verlust der Menschlichkeit

Millionen Menschen haben weder einen Computer noch Zugang zum Internet. Sie existieren nicht, für die Planer der kapitalistischen Wirtschaft sind sie Wegwerfprodukte
Anm. d. Red.: Der Beitrag von Aram Aharonian ist vom 7. September, entsprechend veraltet sind die darin enthaltenen Zahlen zur Corona-Pandemie Diese neue "Normalität" hat uns das Wenige an Menschlichkeit, das uns noch geblieben war, verlieren lassen. Wir verlesen Zahlen über Infizierte,... weiter

Kleinbäuerliche Landwirtschaft als Alternative zum Agrobusiness

"Die Agrarreform heute und unsere Herausforderungen" ‒ ein Beitrag von La Via Campesina
Gegenwärtig organisiert der Weltverband der Kleinbauern La Via Campesina (Der bäuerliche Weg) einen virtuellen Prozess zur politischen Schulung und Aktualisierung als Teil seiner Strategie zugunsten der Ernährungssouveränität. João Pedro Stedile, Aktivist der brasilianischen Landlosenbewegung (... weiter

Kapitalismus: Die Verflechtungen unter der Pandemie

In kürzester Zeit trat ein, wofür die "Marktkräfte" Monate – oder Jahre? – der Krise benötigt hätten und mit viel höheren politischen Kosten
Die Corona-Pandemie beschleunigte die Prozesse der Krise- und der Rekonfiguration. In kürzester Zeit trat das ein, wofür die Marktkräfte mehrere Monate – oder Jahre? – der Krise benötigt hätten und mit viel höheren politischen Kosten Hyperkonzentration von Kapital und Reichtum Zu diesem... weiter

Kuba: Bereiten wir den Weg, indem wir ihn gehen, oder wählen wir ihn aus?

Eine Analyse notwendiger Wirtschaftsreformen in Kuba unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und dem Einbruch der Weltwirtschaft
Im Zuge des Auftauchens und der Ausbreitung von Covid-19 bat Temas-Catalejo eine Gruppe von Forschern um eine Untersuchung der Gegenwart und der Perspektiven für den Rest des Jahres in Kuba. Man bat sie um eine ausgearbeitete Diagnose, strukturiert hinsichtlich nicht nur der klinischen, sondern... weiter

Elon Musk, Bolivien und das Lithium-Puzzle in der Atacama-Wüste

Seinen Bolivien-Tweet ‒ "Wir werden putschen, gegen wen immer wir wollen" ‒ hat der Tesla-Chef gelöscht. Die Gier nach Lithium bleibt unstillbar
Am vergangenen 24. Juli kritisierte der in den USA residierende, südafrikanische Multimilliardär Elon Musk auf Twitter, eine Fortsetzung der finanziellen und sozialen Maßnahmen der US-Regierung zur Abfederung der Covid-19-Krise sei "nicht im besten Interesse der Bevölkerung". Worauf einer seiner... weiter