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Regierung in Venezuela betont internationalen Beistand

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Twitter-Einträge von Maduro
Twitter-Einträge von Maduro

Caracas. Inmitten andauernder Proteste von Regierungsgegnern in Venezuela hat der sozialistische Präsident dieses Landes, Nicolás Maduro, die internationale Unterstützung für seine Regierung hervorgehoben. Maduro bewertete in diesem Zusammenhang eine Reise von Außenminister Elías Jaua in mehrere Staaten als positiv. Jaua habe bei der Rundreise die aktuelle politische Situation in Venezuela erklärt, berichtet die private venezolanische Tageszeitung Últimas Noticias.

"Der Außenminister hatte ein sehr gutes Treffen mit Ban Ki-moon, dem Generalsekretär der UNO, der seine Grüße an die Regierung und das Volk (Venezuelas) gerichtet hat", so Maduro via Internet. Allerdings hatte Ban die venezolanische Regierung auch zum Dialog aufgerufen. "Ich dränge die venezolanische Regierung, die legitimen Forderungen der Demonstranten anzuhören", sagte er am Rande einer Sitzung des UNO-Menschenrechtsrates in Genf.

Maduro verwies laut Últimas Noticias indes auf Unterstützung von der "internationalen Gemeinschaft". So habe sich Jaua auch mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow getroffen, "der volle Hilfe für unser Venezuela zugesagt hat". Während seiner Reise habe Jaua "die Wahrheit über die Gewalt einer Gruppe (verbreitet), die einen Staatsstreich auszuführen versucht hat", so Maduro im Kurznachrichtendienst Twitter. In einem weiteren Beitrag schrieb der Staatschef, dass Erdöl- und Bergbauminister Rafael Ramírez "mit sehr guten Nachrichten über wirtschaftlich-finanzielle Hilfe" zurückgekehrt sei. Auch Ramírez hatte in Moskau Station gemacht.

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Unterdessen gab die Bürgerbeauftrage Venezuelas (Defensora del Pueblo), Gabriela Ramírez, bekannt, dass bei ihrer Behörde 43 Beschwerden gegen die Nationalgarde wegen des unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt eingegangen seien. Diesen werde nachgegangen. Es liege jedoch keine einzige Beschwerde über Folterungen vor, so Ramírez.

In Venezuela kam es inzwischen zu weiteren Demonstrationen oppositioneller Gruppen. Sie fordern in einem zunehmend aggressiver werdenden Ton die Absetzung von Maduro, der im April 2013 knapp zum Präsidenten des südamerikanischen Landes gewählt wurde. Neben Großdemonstrationen kommt es dabei weiterhin zu gewalttätigen Ausschreitungen kleiner Gruppen, sogenannter Guarimbas. Dabei werden Straßen blockiert, Ladenlokale und Sicherheitskräfte zum Teil mit Brandbomben attackiert. Im wohlhabenden Stadtteil Altamira in Caracas wurden bei Ausschreitungen am Montag drei Personen festgenommen.

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