Buenos Aires in Zeiten von Corona

Werden die Ausgangssperren für die Bevölkerung und das Lahmlegen der Wirtschaft schlimmere Folgen haben als das Virus?
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In Buenos Aires wenig Probleme mit Hamsterkäufen, den Menschen fehlt das Geld dazu
In Buenos Aires wenig Probleme mit Hamsterkäufen, den Menschen fehlt das Geld dazu

Am 12. März hat der argentinische Präsident Alberto Fernández eine rigorose Ausgangssperre verhängt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur wenige an Corona erkrankt – Reisende aus Europa. Die einschneidenden Maßnahmen sollen die Ansteckungskurve verlangsamen. Provisorische Gesundheitszentren werden eingerichtet, Gewerkschaften bieten leerstehende Gästehäuser an. Fünfsternehotels stellen sich – mehr oder minder freiwillig - für Quarantäne zur Verfügung. Kann so das Virus gestoppt werden – in einem Land der südlichen Halbkugel?

Viele Fragen stehen im Raum, etwa ob die Therapie – das Einsperren der Bevölkerung, der Einsatz der Armee und das Lahmlegen der Wirtschaft – schlimmere Folgen haben wird als das Virus? Kann die Regierung in Buenos Aires die Lohnausfälle ausgleichen? Ihre Kassen sind leer, das Land war schon vor Corona praktisch bankrott. Kann sie die Volkswirtschaft vor dem Ausverkauf schützen? Kann sie – im Handumdrehen – die zusätzliche medizinische Versorgung stemmen? Und wie reagiert die Zivilgesellschaft auf den massiven Einsatz von Polizei und sogar Militär?

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