Peru: Proteste gegen Bergbau gehen weiter

Lima. Nachdem die Verhandlungen zwischen Delegierten der Demonstranten und der Regionalregierung gescheitert sind, gehen die Protestaktionen gegen die Bergbauaktivitäten im Südosten Perus weiter. In anderen Regionen des Landes wurden die Proteste jedoch ausgesetzt. In der Region Ancash, Provinz Huari, führte die Bevölkerung einen Protestmarsch gegen die Bergbaufirmen Antamina und Hulanca durch. Ihr Protest richtet sich gegen die von diesen Unternehmen verursachte Umweltverschmutzung, sowie gegen fehlende soziale Investitionen. In der Provinz Huaraz protestierten Anwohner mit Straßenblockaden gegen dieselben beiden Unternehmen. Sie fordern, dass die Konzerne ihre Versprechen einlösen, soziale Verantwortung zu übernehmen und die Umwelt zu schützen.

Neben Straßenblockaden wurde in der Region Cajamarca auch eine Universität besetzt. Dort stehen die Aktivitäten des Bergbauunternehmens Yanacocha in der Kritik, da sie die Wasservorräte beeinträchtigen. Sowohl dort als auch in der Region Ancash haben Verhandlungen mit den lokalen Behörden begonnen. Die Proteste in Ancash wurden daher ausgesetzt. Anders sieht es in der Region Apurímac, Provinz Andahuaylas aus. Dort geht der Anfang November begonnene Streik gegen die Bergbauaktivitäten weiter. Eine Übereinkunft zwischen den Wortführern der Proteste und der Zentralregierung wurden von den Bewohnern abgelehnt. Die Protestierenden fordern von den peruanischen Behörden, dass die Städte Andahuaylas und Chinchero per Gesetz zur bergbaufreien Zone erklärt werden. In den vergangenen Tagen war es in Andahuaylas zu Auseinandersetzungen zwischen Bergbaugegnern und der Polizei gekommen, bei denen über 30 Menschen verletzt worden sind.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr