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Ex-Energieminister aus Venezuela bekennt sich in den USA schuldig

Saab war im Mai aus Venezuela ausgeliefert worden und bekannte zunächst auf nicht schuldig. Der Geschäftsmann gilt als Vertrauter von Maduro

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Venezuelas Nicolás Maduro und Alex Saab (recht im Bild) im Jahr 2023
Venezuelas Nicolás Maduro und Alex Saab (recht im Bild) im Jahr 2023

Miami/Caracas. Der ehemalige venezolanische Minister und Geschäftsmann Alex Saab hat sich heute vor einem Gericht in Miami der Geldwäsche und illegaler Finanztransaktionen für schuldig erklärt. Nach Medienberichten geht das Geständnis auf Absprachen mit der Staatsanwaltschaft zurück, es habe "aber weder Drohungen noch sonstige Absprachen gegeben". Das Urteil soll im Januar kommenden Jahres gesprochen werden. Saab drohen bis zu 20 Jahre Haft. 

Der Geschäftsmann und ehemalige Industrieminister war am 18. Mai aus Venezuela in die USA ausgeliefert worden (amerika21 berichtete). Er hatte sich zunächst für unschuldig erklärt. Saab gilt als Vertrauter des im Januar entführten Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, der zusammen mit seiner Ehefrau Celia Flores ebenfalls in den USA vor Gericht steht.

Saab war zuletzt in Venezuela Energieminister gewesen, wurde aber von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez am 16. Januar entlassen, im Februar nach Medienberichten mit US-Hilfe in Venezuela verhaftet und schließlich an die USA ausgeliefert worden. Saab war im Jahre 2020 in Kap Verde bei einem Tankstopp verhaftet worden und unter dem Vorwurf der Geldwäsche in die USA ausgeliefert worden. Er soll mittels Briefkastenfirmen Lebensmittel und andere Güter des Grundbedarfs, unter Umgehung der US-Sanktionen, aus der Türkei, dem Iran und Mexiko nach Venezuela importiert haben. Damals setzte sich die venezolanische Regierung für ihn ein, im Jahre 2023 kam er nach einem Gefangenaustausch frei und kehrte nach Venezuela zurück.

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Dort wurde er als Held empfangen und am 18. Oktober 2024 zum Energieminister ernannt. Von US-Medien wurden jedoch wiederholt Korruptionsvorwürfe erhoben. Nach der Entführung von Maduro distanzierte sich die Regierung unter Rodríguez von ihm und behauptete nach seiner Auslieferung, er habe sich die venezolanische Staatsbürgerschaft mit gefälschten Papieren erschlichen. Saab hatte die kolumbianische und venezolanische Staatsbürgerschaft, letztere wurde ihm allerdings in diesem Jahr entzogen.

Medien spekulieren darüber, inwieweit sein Geständnis auch Auswirkungen auf den Prozess gegen Maduro haben könnte. Maduro wird wegen "Drogenterrorismus", Drogenschmuggel und Waffenbesitz angeklagt. Der Vorwurf, angeblich das kriminelle Kartell "Cartel de los Soles" angeführt zu haben, wurde bereits fallengelassen (amerika21 berichtete). Der Prozess soll erst im Juni 2027 fortgesetzt werden (amerika21 berichtete). Verschiedene Medien berichteten am Dienstag über einen "Deal", wonach Saab Aussagen gegen ehemalige Politiker aus Venezuela machen will und seinerseits 195 Millionen US-Dollar zahlen müsse.