Erneuter Terror gegen Kleinbauern in Bajo Aguán

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Militärs in der Region Bajo Aguán in Honduras
Militärs in der Region Bajo Aguán in Honduras

Bajo Aguán, Honduras. In der Krisenregion Bajo Aguán im Norden von Honduras ist es erneut zu schweren Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und Militäreinheiten gekommen. Am Nachmittag des 19. Septembers drangen circa 200 Sicherheitskräfte in das Dorf Rigores ein und nahmen dabei gewaltsam mehrere Personen fest, darunter auch zwei 15- und 16-jährige Jugendliche. Zudem zerstörten die bewaffneten Kräfte erneut einige Häuser der Kleinbauern. Der 16-jährige Santos Bernabé Cruz Aldana berichtete nach seiner Freilassung von massiven Drohungen und Folter.

Bereits am 16. September waren bei einer Militäroperation 21 Personen in dem Dorf verhaftet und gefoltert worden. Bei ihrer Freilassung am 17. September wurde den Gefangenen damit gedroht, sie zu töten, falls sie in ihr Dorf zurückkehren würden. Zudem drohten die Sicherheitskräfte auch damit Menschenrechtsverteidiger, welche die Kleinbauern unterstützen, zu ermorden.

Das seit mehr als elf Jahren bestehende Dorf Rigores wurde bei einer Räumung am 24 Juli durch Polizei und Militäreinheiten schon einmal komplett zerstört.

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