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Kuba präsentiert aktuellen Schadensbericht zur US-Blockade

Rekordschäden durch Verschärfung der Blockade. Rodríguez betont Folgen für die Menschen. Kuba nimmt militärische Drohung weiter ernst

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Kuba widersteht der aggressiven US-Politik seit Jahren – aber das Volk leidet unter der Blockade
Kuba widersteht der aggressiven US-Politik seit Jahren – aber das Volk leidet unter der Blockade

Havanna/Genf. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz den Bericht über die Auswirkungen der US-Blockade gegen Kuba vorgestellt. Der aktuelle Bericht bezieht sich auf den Zeitraum zwischen März 2025 und Februar 2026. Er wird traditionell auf Anfrage des UN-Generalsekretärs vorgelegt und liefert detaillierte Informationen über die wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Schäden, die durch die US-Blockadepolitik der US-Regierung im Land verursacht wurden.

Außenminister Rodríguez betonte, dass die Zahlen nicht unmittelbar fassbar machen, wie groß die Auswirkungen auf Einzelpersonen, kubanische Familien und letztlich die gesamte Bevölkerung sind. Die Blockade sei ein Akt kollektiver Bestrafung, der in seiner totalen Form seit über acht Monaten Leid und Einschränkungen im Alltag bedeutet. So müssen die Kubaner mit nur zwei oder drei Stunden Strom pro Tag oder weniger auskommen, viele Lebensmittel verderben, die Hitze raubt den Schlaf. Kinder müssen ihre Hausaufgaben im Halbdunkel erledigen, Jugendliche haben keinen Internetzugang oder Freizeitmöglichkeiten, Großeltern können nicht mehr Fernsehen oder Radio hören. Demnach werde das gesamte Familienleben zerstört.

Die von Präsident Donald Trump am 29. Januar verhängte Treibstoffblockade verhindert die Lieferungen – selbst von bezahlten. Das schüchtert die Unternehmen ein, denen die Tanker gehören, es bedroht Reedereien und verbietet ihnen sogar den Transport von Teilen und Komponenten für Wärmekraftwerke oder Photovoltaikanlagen. Dies sowie lebenswichtige Medikamente und Geräte befänden sich in den über 7.000 Containern, deren Ankunft in Kuba durch die Drohungen der US-Regierung gegen Reedereien verhindert wird.

Rodríguez zitierte aus dem Bericht, dass die durch die Blockade zwischen dem 1. März 2025 und dem 28. Februar 2026 verursachten Schäden auf 8,083 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Dies sei ein Rekordwert, der den Rekord des Vorjahres sogar noch überträfe. Die kumulierten Schäden über diese Jahrzehnte der Blockadepolitik belaufen sich zu laufenden Preisen auf 178,7 Milliarden US-Dollar. Auch dies ist ein Rekordwert, 4,7 Prozent höher als bisher. Und er betont: "Hinter jeder Zahl steht ein menschliches Gesicht. Hinter jeder Blockademaßnahme verbirgt sich eine Tragödie oder ein Familiendrama." All das führe in der Bevölkerung zu Leid und Angst.

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Hinzu käme, dass Trump auf die Frage nach der Kubapolitik seiner Regierung im Januar geantwortet habe: "Ich glaube nicht, dass man noch viel mehr Druck auf sie [Kuba] ausüben kann, außer hineinzugehen und das Land zu zerstören." Das sei dieselbe rücksichtslose Gesinnung und derselbe zerstörerische Geist, der hinter dem Völkermord im Gazastreifen stehe. Doch, so Rodríguez: "In Kuba herrscht Stille, es werden keine Bomben eingesetzt, aber auch dort werden Opfer gefordert."

Auf eine Frage einer Journalistin hinsichtlich einer militärischen Bedrohung durch die USA wies der kubanische Außenminister darauf hin, dass zahlreiche angesehene Quellen, Analysten und US-amerikanische Nichtregierungsorganisationen Beweise dafür liefern, dass die US-Regierung tatsächlich militärische Vorbereitungen treffen würde. Das sei wohl eine der Optionen, die der US-Präsident in Betracht ziehe. Daher müsse Kuba diese Bedrohung ernst nehmen.

Abschließend betonte Rodríguez: "Im Einklang mit der überwältigenden Mehrheit der internationalen Gemeinschaft wiederhole ich es jetzt, und wir werden es bei den Vereinten Nationen wiederholen: Beenden Sie die Blockade. Lasst uns in Frieden leben."

Unterdessen wurde am 8. September im Rahmen der 63. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats der Bericht der Sonderberichterstatterin über die negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsmaßnahmen auf die Wahrung der Menschenrechte, Alena Douhan, vorgestellt. Der Bericht schildert ihren offiziellen Besuch in Kuba vom 11. bis 21. November 2025 auf Einladung der kubanischen Regierung. Die Präsentation vor dem Rat übernimmt die amtierende Sonderberichterstatterin Zaina Jallad. Douhan konnte sich ein Bild von den Folgen der von den USA gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade machen. In ihren Schlussfolgerungen stellte sie fest, dass die gegen das Land angewandten einseitigen Zwangsmaßnahmen verheerende Auswirkungen auf die kubanische Bevölkerung haben und bezeichnete sie als Verstöße gegen das Völkerrecht.