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Chávez fordert Ende der Angriffe auf Libyen

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Chávez am Freitag in Caracas
Chávez am Freitag in Caracas

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Freitag erneut ein Ende der andauernden Bombenangriffe der NATO auf Ziele in Libyen gefordert und für eine friedliche Lösung des internen Konfliktes in dem nordafrikanischen Land plädiert. "Hört mit diesem Irrsinn auf", sagte Chávez im staatlichen Fernsehkanal VTV: "Das libysche Volk verdient Respekt, Respekt gegenüber seiner Souveränität."

Zugleich setzte sich der linksgerichtete Staatschef für eine Friedenskommission ein, um dem Konflikt in Libyen nachhaltig zu beenden. "Ich hoffe, dass sich entsprechende Vorschläge von Venezuela und der Afrikanischen Union konkretisieren", so Chávez.

Die massiven Bombardierungen mit mehreren zehntausend Angriffen hatten im März unter dem Vorwand begonnen, die Bevölkerung in einem beginnenden bewaffneten Konflikt zwischen Anhängern der Führung von Muammar Al-Gaddafi und Regierungsgegnern zu schützen. An den Angriffen der NATO-Verbände sind vor allem Frankreich, Großbritannien und die USA beteiligt. In Afrika und Lateinamerika wurde der Krieg gegen Libyen wiederholt kritisiert.

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