Bolivien: Morales zu Dialog mit Demonstranten bereit

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Evo Morales
Evo Morales

Beni, Bolivien. Der Sprecher der bolivianischen Regierung, Carlos Romero, hat am Samstag direkte Gespräche zwischen Präsident Evo Morales und indigenen Organisationen angekündigt, die seit Wochen gegen den beabsichtigten Bau einer Straße in einem Nationalpark protestieren. Die Ureinwohner fordern, einen geplanten 177 Kilometer langen Streckenabschnitt durch den Nationalpark Isiboro-Sécure zu verlegen. Umweltschützer und linke Oppositionelle unterstützen die Proteste und werfen Morales eine umweltschädliche Politik vor.

Staatschef Morales sei stets zu Gesprächen mit den demonstrierenden Ureinwohnern bereit gewesen, sagte Romero nun. Zunächst müssten die Verhandlungen aber auf niedrigeren Niveaus geführt werden. Erst wenn dieser Dialog ausgeschöpft ist, würde sich der Präsident in die Verhandlungen einschalten.

Morales hatte einigen der beteiligten Organisationen zuletzt vorgeworfen, die Regierung vorsätzlich schwächen zu wollen, um die Forderungen durchzusetzen. Die Situation für die Staatsführung ist vor allem schwierig, weil in wenigen Wochen erstmalig die Wahlen führender juristischer Gremien anstehen und der Konflikt sich auf diesen Urnengang auswirken könnte.

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