Boliviens Präsident kritisiert Proteste sozialer Bewegungen

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Evo Morales
Evo Morales

Cochabamba. Boliviens Präsident Evo Morales hat einem Teil der sozialen Bewegungen in dem südamerikanischen Land vorgeworfen, aus politischen Motiven gegen die Regierung zu mobilisieren. Der linksgerichtete Staatschef reagierten damit auf Demonstrationen indigener und sozialer Organisationen in der Region Bení, der Stadt El Alto und dem Departement Potosí. Seine Regierung sei stets bereit, sich die Forderungen der Demonstranten anzuhören, sagte Morales am Montag nach seiner Rückkehr von einem mehrtägigen Staatsbesuch in China. Es verwundere ihn jedoch, dass die Proteste zwei Monate vor geplanten Wahlen aufflammen.

Im Oktober werden in Bolivien erstmals Justizwahlen stattfinden. Dabei können die Abstimmungsberechtigten über die Besetzung des Obersten Gerichtshofes und weiterer führender juristischer Institutionen entscheiden. Diese Wahlen wurden von der Morales-Regierung als weiterer Schritt zur demokratischen Reform des Justizsystems in dem Andenstaat anberaumt.

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