Lima/Havanna. Kuba und Peru stärken ihre Zusammenarbeit mit einem neuen Memorandum über den Ausbau ihrer touristischen Kooperation. Die kubanische Vizeministerin für Tourismus, Yamily Aldama, und Perus Ministerin für Außenhandel und Tourismus, Desilú León, unterzeichneten das Abkommen vergangene Woche in Lima.
Lima und Havanna wollen den Austausch in den Bereichen berufliche Ausbildung und Förderung von Reisezielen ausbauen, wie die kubanische Botschaft in Peru über X mitteilte.
Gegenüber der Presse sagte Aldama, die Gespräche hätten sich unter anderem auf touristische Angebote mit den Schwerpunkten Strand und Sonne konzentriert, ein Bereich, in dem Kuba über umfangreiche und langjährige Erfahrung verfügt. Die kubanische Vizeministerin betonte, dass sich der Besucherstrom von Peru nach Kuba bereits erhöht hat.
Die Unterzeichnung fand im Rahmen der 70. Sitzung der Tourismus-Regionalkommission der Vereinten Nationen für die Amerikas statt. Schwerpunkt der Veranstaltung, die erstmals in Lima tagte, war das Thema "Künstliche Intelligenz und Tourismus in den Amerikas".
Während ihres Aufenthalts besuchte Aldama auch das Zentrum für Tourismusausbildung (Centofur), eine der führenden akademischen Ausbildungsstätten für Fachkräfte der Freizeitindustrie.
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Dort sprach sie mit Graciela Seminario, Leiterin der Einrichtung, über Möglichkeiten der bilateralen Zusammenarbeit und des Austauschs in der touristischen Berufsausbildung.
Außerdem traf Aldama Ricardo Acosta, Präsident des peruanischen Verbands der Reisebüros und des Tourismus (Apavit Perú). Mit ihm besprach die Vizeministerin gemeinsame Strategien zur Förderung und Verbreitung der Potenziale und Eigenschaften Kubas als Reiseziel in Peru.
Das Besuchsprogramm umfasste auch eine Präsentation der Tourismusberaterin für Peru, Ivis Fernández, und der Direktorin für internationalen Verkauf der Agentur Cubatur, Yunia Benítez. Sie stellten die Marke Cuba Única zahlreichen peruanischen Reisebüros und Reiseveranstalter:innen vor.
Kubas Tourismussektor befindet sich derzeit in einer Krise (amerika21 berichtete). Peru verzeichnet hingegen einen starken Aufschwung. Laut einem aktuellen Bericht des Ministeriums für Außenhandel und Tourismus besuchten 2024 über 3,2 Millionen Tourist:innen das Land, das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr.

