Mexiko-Stadt/Washington. Der Leiter des Nationalen Migrationsinstituts (INM), Sergio Salomón Céspedes, hat mitgeteilt, dass die US-Regierung 2.900 mexikanische Staatsbürger in mittelamerikanische Länder, hauptsächlich nach Honduras und Guatemala, deportiert hat. Darüber hinaus wurden 20 mexikanische Bürger nach Costa Rica gebracht.
Während der Pressekonferenz am Donnerstag von Präsidentin Claudia Sheinbaum wies Céspedes darauf hin, dass diese Praxis der US-Behörden trotz des von der mexikanischen Regierung über das Innen- und das Außenministerium geäußerten Protests fortbesteht. Bei der morgendlichen Pressekonferenz im Nationalpalast ging die Staatschefin im Zusammenhang mit den Beziehungen zu Washington ebenfalls auf das Thema ein. Sie erklärte, dass die USA an drei Themen – Migration, Sicherheit und Handel – interessiert seien, die auch für Mexiko Priorität haben, weshalb man in diesen Bereichen Zusammenarbeit und Gegenseitigkeit anstrebe.
Die Präsidentin sagte, dass die Entwicklungszusammenarbeit von entscheidender Bedeutung sei, da sozioökonomische Schwierigkeiten in Mexiko die Migration in das Nachbarland verstärkten. Der INM-Leiter erklärte seinerseits, dass Mexiko Gespräche mit den zuständigen Behörden führe, um die Abschiebung in Drittländer zu stoppen. Céspedes erläuterte zudem, dass die mexikanischen Konsulate in den mittelamerikanischen Ländern, in denen die deportierten Migranten ankommen, sofort eingreifen, um deren Rückkehr zu koordinieren. Im Falle von Honduras und Guatemala erfolgt der Transport auf dem Landweg bis an die südliche Grenze Mexikos, wo sie in das Programm "México Te Abraza" (Mexiko umarmt dich) aufgenommen werden und ihre Rückführungsurkunde erhalten.
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Präsidentin Sheinbaum betonte auf der Pressekonferenz, dass es "keinen Grund gibt, Landsleute nach Mittelamerika zu schicken. Keinen einzigen Grund". Sie wies darauf hin, dass die mexikanische Regierung Koordinierungsmechanismen aufrechterhält, um eine schnelle Rückkehr in das Heimatland zu gewährleisten. Darüber hinaus fügte sie hinzu, dass die Mexikaner nach ihrer Rückkehr auf nationales Territorium sofortige Unterstützung erhalten, um ihre Reintegration zu erleichtern. Im Bereich der Sicherheit betonte die Präsidentin, dass die US-Regierung darauf abziele, den Drogenhandel aus Mexiko zu stoppen, während die mexikanische Regierung darauf achte, dass US-Waffen nicht auf nationales Territorium gelangen und der Drogenkonsum im Inneren der USA bekämpft wird.
Von den 2.900 nach Mittelamerika verbrachten Personen befinden sich bereits 2.568 in Mexiko, während die nach Costa Rica entsandten weiterhin auf dem Luftweg direkt zum Internationalen Flughafen Felipe Ángeles in Mexiko zurückgebracht werden.

