Dominikanische Republik und USA erneuern Sicherheitsabkommen

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Die Dominikanische Republik und die USA verstärken ihre Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich
Die Dominikanische Republik und die USA verstärken ihre Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich

Santo Domingo. Die Dominikanische Republik und die Vereinigten Staaten haben eine Grundsatzvereinbarung über den Austausch von Sicherheitsinformationen erneuert. Der dominikanische Außenminister Roberto Álvarez und die Geschäftsträgerin der US-Botschaft in der Dominikanischen Republik, Patricia Aguilera, unterzeichneten das Dokument. Die Regierungen beider Länder möchten so ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Kriminalitätsbekämpfung und humanitäre Hilfe stärken.

Die Vereinbarung sieht vor, dass beide Regierungen und weitere regionale Partner Radar- und Sensordaten über ein Informationsaustauschsystem teilen. Außerdem versprachen beide Regierungen die Zusammenarbeit in der See- und Luftsicherheit, bei der Katastrophenhilfe sowie bei Such- und Rettungsaktionen.

Der dominikanische Außenminister Álvarez erklärte, das Abkommen "bringt den gemeinsamen Willen zum Ausdruck, unsere Fähigkeiten zur Grenzüberwachung, zur frühzeitigen Bedrohungserkennung und zur datenbasierten Entscheidungsfindung zu stärken". Er betonte die strategische Bedeutung der Sicherheitskooperation. Die Dominikanische Republik sei aufgrund ihrer Lage im Zentrum der Karibik ein Knotenpunkt für Menschen und Waren, jedoch zugleich ein anfälliger Korridor für transnationale illegale Aktivitäten. Da die Vereinigten Staaten der "wichtigste politische, wirtschaftliche und handelspolitische Partner" des Karibikstaates seien, verpflichte dies zu "koordinierter, vertrauensvoller und verantwortungsvoller Zusammenarbeit".

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Patricia Aguilera hob hervor, dass die Zusammenarbeit beider Länder dank des Abkommens in der Vergangenheit "zu historischen Beschlagnahmungen illegaler Drogen geführt hat, die durch die Region transportiert wurden". Die Mitarbeiterin der US-Botschaft betonte zudem die Führungsrolle der Dominikanischen Republik in der Karibik. Die Erneuerung des gemeinsamen Abkommens und das Engagement des Landes würden den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung weiter stärken, so Aguilera.

Die Dominikanische Republik gilt seit Jahrzehnten als einer der treuesten US-Verbündeten in der Region. Im sich zuspitzenden geopolitischen Konflikt mit der Volksrepublik China haben frühere US-Administrationen den Karibikstaat wieder stärker in den Blick genommen. So initiierte die Regierung des demokratischen US-Präsidenten Joe Biden 2021 die Gründung der Alianza para el Desarrollo en Democracia (Allianz für demokratischen Fortschritt) gemeinsam mit der Dominikanischen Republik, Costa Rica und Panama.

Kritiker:innen sehen das Bündnis als Gegenmodell zur stärkeren regionalen Integration unter linken Regierungen Lateinamerikas. Unter Präsident Donald Trump wurde die Dominikanische Republik zudem zu einem wichtigen Partner im Kampf gegen Migration, insbesondere aus dem Nachbarstaat Haiti. Als der heutige Außenminister Marco Rubio bei seiner Antrittsreise auch die Dominikanische Republik besuchte, warfen linke Organisationen ihm vor, der "unterwürfigen dominikanischen Regierung seine koloniale Agenda aufzudrängen".