Dorfbewohner in Mexiko vertreiben Bauarbeiter eines umstrittenen Bahnprojekts

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Immer wieder kommt es zu Protesten gegen die geplanten Baumaßnahmen
Immer wieder kommt es zu Protesten gegen die geplanten Baumaßnahmen

Juchitán. In verschiedenen Dörfern des mexikanischen Bundesstaats Oaxaca haben die Einwohner Bauarbeiter der Firma La Peninsular vertrieben. Die Mitarbeiter der Firma hatten den Auftrag, die Bauarbeiten an den Bahngleisen im Rahmen der Modernisierung der Transisthmischen Eisenbahn fortzusetzen. Die vor allem indigene Bevölkerung der Region kritisiert, dass die Baumaßnahmen auf ihrem Land stattfinden würden und plädiert für ihre Rechte. 

Bauern des Gebiets im Norden des Isthmus hatten sich bereits im Juni letzten Jahres darauf geeinigt, dass sie den Arbeitern des Unternehmens, das von der Ferrocarril del Istmo de Tehuantepec (FIT) mit der Modernisierung beauftragt wurde, nicht erlauben würden, ihr Land zu betreten.

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In Donají wurden nun Mitarbeiter der Baufirma vom Grundstück einer Anwohnerin vertrieben. Ebenso wurden in den Regionen Ejidos Otilio Montaño, Nuevo Progreso und Palomares in Matías Romero die Arbeiter der Firma nach vermeintlich unbefugtem Eindringen auf Privatgrund vertrieben.

Indigene Gemeinden aus der Region des Isthmus blockierten zusammen mit der Organisation Sol Rojo, MAIZ und COPIR die Autobahnen und Eisenbahnstrecken. Gemeinsam wollten sie ein Zeichen gegen die Kriminalisierung der Verteidigung ihres Territoriums gegen den Interozeanischen Korridor des Isthmus setzen und für ihre Rechte einstehen. Auch in den Städten Matias Romero, El Barrio de la Soledad und Santa María Petapa demonstrierten Einwohner gegen die Baufirmen, indem sie die Bahngleise blockierten.

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