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NSA spioniert Mexikos Nationale Sicherheitskommission aus

Mexiko-Stadt. Der US-amerikanische Geheimdienst NSA (National Security Agency) hat auch das Telekommunikationsnetz von Mexikos Nationaler Sicherheitskommission (CNS) infiltriert und auf Daten und E-Mails zugegriffen. Dies berichtet die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina unter Berufung auf die deutsche Wochenzeitung Der Spiegel.

Als Teil dieser "Operation Weißer Mann" genannten Spionage-Aktion wurden IP-Adressen ausgespäht sowie E-Mails von Mitarbeitern und Diagramme von Überwachungsmaßnahmen sowie Strukturen der mexikanischen Sicherheitsbehörden erfasst. Laut Spiegel kam dies am 20. Oktober ans Licht, als bekannt wurde, dass Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto seit seinem Amtsantritt 2012 von der NSA überwacht wurde.

Die Aufgabe von Mexikos Nationaler Sicherheitskommission ist laut Prensa Latina die Ausarbeitung von Programmen und Aktionen für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Darüber hinaus verwaltet und erstellt sie die Datenbanken des Personals der Sicherheitsbehörden und koordiniert die Überwachung und den Schutz von strategischen Einrichtungen im Land.

Die aktuellen Enthüllungen schließen sich anderen aus den letzten Monaten an, die durch den brasilianischen TV-Sender O Globo und den Spiegel selbst publik gemacht wurden, nach denen die USA E-Mail-Konten der mexikanischen Präsidentschaft während der Amtszeit von Felipe Calderón (2006-2012) infiltriert haben. Die NSA ist der größte Auslandsgeheimdienst der USA und für die weltweite Überwachung, Entschlüsselung und Auswertung elektronischer Kommunikation zuständig

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