Der Alte und Jesús: Propheten der Rebellion

Dokumentarfilm über das Leben zweier Obdachloser während des "Unternehmerstreiks" im Dezember 2002

"Der Alte und Jesús: Propheten der Rebellion" ist ein Dokumentarfilm über das Leben zweier Menschen, die während des Unternehmerstreiks der Opposition im Dezember 2002 in den Straßen von Caracas leben. Der "Streik", der sich in weiten Teilen als Aussperrung der Arbeiter durch die Unternehmensleitungen beschreiben lässt, hatte nach einem gescheiterten Putschversuch im April des selben Jahres das Ziel, den legitimen Präsidenten Hugo Chávez Frías zu stürzen. Damit sollte der revolutionäre Prozess gestoppt werden, der sich seit Ende der achtziger Jahre entwickelt hatte und im Sieg der Präsidentschaftswahlen 1998 sowie zahlreichen Sozialprogrammen zu Gunsten der verarmten Bevölkerung deutliche Ausdrücke fand.

Die weise Poesie des Alten und die explosiven Worte von Jesús zeichnen aus einer Perspektive von unten - jenseits des Einflusses von Führungspersönlichkeiten - ein sehr direktes Bild des revolutionären Prozesses in dem sich Venezuela befindet - mit seinen Errungenschaften und Widersprüchen. Der Film ist eine Dokumentation der Rebellion, die sich langsam aber stetig unter den Brücken, in den Kloaken und in den Armenvierteln dieser Welt entwickelt und die sich früher oder später durch ihre Sehnsucht nach Gerechtigkeit erheben wird.

Produziert wurde der Dokumentarfilm vom Videokollektiv "Calle y Media", das aus Basisaktivistinnen und -aktivisten vor allem aus dem Barrio La Vega in Caracas besteht. "Der Alte und Jesus" ist bereits der dritte Film des Kollektivs, der den bolivarianischen Prozess in Venezuela begleitet. Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen Untertiteln.

Originaltitel: El Viejo y Jesús: Profetas de Rebelión
Regie: Marcelo Andrade
Dauer: 70 min
Sprache: Spanisch

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