Kinderarbeit in Brasilien sinkt auf hohem Niveau

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Kinderarbeit in Brasilien
Kinderarbeit in Brasilien

Brasília. Gemäß einer Studie des Statistischen Bundesamtes Brasiliens (IBGE) ist die Zahl der arbeitenden Kinder zwischen fünf und 13 Jahren von 2009 bis 2011 um 23,5 Prozent gesunken. Trotzdem sind immer noch rund 704.000 Kinder zur Erwerbstätigkeit gezwungen.

Der Großteil der Kinder ist zwischen zehn und 13 Jahren alt (615.000). 63 Prozent der Kinderarbeit findet in ländlichen Regionen statt, wo es nur eine geringe Anzahl an Kontrollen gibt.

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In absoluten Zahlen konzentriert sich die Kinderarbeit mit 336.000 vor allem im ärmeren Nordosten, während im Süden 80.000 betroffen sind. Bei den Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren ist ebenso eine positive Tendenz sichtbar, hier konnten die Werte aber nur um rund 12,5 Prozent verbessert werden, das heißt von 3,35 Millionen Jugendlichen auf 2,97 Millionen.

Dadurch bedingt können somit rund 3,7 Millionen Kinder zwischen vier und 17 Jahren nicht zur Schule oder zum Kindergarten beziehungsweise Vorschule gehen. Während bei Kindern zwischen vier und fünf Jahren die Entwicklung vor allem dem Fehlen von 6.000 Kindergärten geschuldet ist, ist es bei Kindern zwischen 15 und 17 Jahren meist in der Arbeitstätigkeit begründet.

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