Venezuela / Politik / Militär

Venezuela 2002: Putschisten unter sich

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Pedro Carmona beim Putsch 2002
"Wichtige Schlacht gegen den Totalitarismus": Putschpräsident Pedro Carmona bei seiner Vereidigung im April 2002

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Manuel Rosales und Pedro Carmona
Manuel Rosales, der Präsidentschaftskandidat der Opposition 2006 (l.), gehörte zu den Unterstützern des Putsches

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Der Erzbischof von Caracas bei der Unterzeichnung des Carmona-Dekrets
Die katholische Kirche unterstützte den Putsch ebenfalls: Der Erzbischof von Caracas, Antonio Ignacio Velasco García bei der Unterzeichnung des Carmona-Dekrets

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Am Putsch beteiligte Militärs (links Vizeadmiral Héctor Ramírez Pérez, der Verteidigungsminister der Putschregierung)
Am Putsch beteiligte Militärs (links Vizeadmiral Héctor Ramírez Pérez, der Verteidigungsminister der Putschregierung)

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Manuel Rosales bei der Unterzeichnung des Carmona-Dekrets
Manuel Rosales bei der Unterzeichnung des Carmona-Dekrets. Heute befindet sich der ehemalige Präsidentschaftskandidat im Exil in Peru. Er war geflohen, nachdem ein Korruptionsverfahren gegen ihn eröffnet wurde.

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Am Putsch beteiligte Militärs: General Efraín Vásquez Velasco (l.), Vizeadmiral Héctor Ramírez Pérez (2.v.l.)
Am Putsch beteiligte Militärs: General Efraín Vásquez Velasco (l.), Vizeadmiral Héctor Ramírez Pérez (2.v.l.)

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Auch die rechte Gewerkschaft war im Boot: Hier der Vorsitzende des rechten Gewerkschaftsdachverbands CTV, Carlos Ortega (3.v.l.) neben dem damaligen Konteradmiral Carlos Molina Tamayo
Auch die rechte Gewerkschaft war im Boot: Hier der Vorsitzende des rechten Gewerkschaftsdachverbands CTV, Carlos Ortega (3.v.l.) neben dem damaligen Konteradmiral Carlos Molina Tamayo

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Pedro Carmona (l.) und Carlos Ortega (r.): Beide befinden sich heute im Exil
Pedro Carmona (l.) und Carlos Ortega (r.): Beide befinden sich heute im Exil

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Die Putschisten im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas
Die Putschisten im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas

Am 11. April 2002 stürzten verschiedene Akteure der venezolanischen Opposition den Präsidenten des südamerikanischen Landes, Hugo Chávez. Nach medial aufgeheizten Massenprotesten gegen den linken Präsidenten lenkten die Organisatoren eine Demonstration in Richtung des Präsidentenpalastes Miraflores, wo Scharfschützen in die Menge schossen. Die auf diese Weise produzierten Bilder dienten den Putschisten als Propagandainstrument, indem Chávez für die Toten verantwortlich gemacht wurde.

Daraufhin entführten ranghohe aufständische Militärs das Staatsoberhaupt und setzten den Präsidenten des Unternehmerverbands Fedecámaras, Pedro Carmona Estanga, als Präsidenten ein. Dieser löste umgehend die Nationalversammlung auf, setzte die 1999 in Kraft getretene Verfassung außer Kraft und enthob die Richter des Obersten Gerichtshof ihrer Ämter.

Unterstützt wurde der Putsch unter anderem durch Unternehmervertreter, die katholische Kirche, oppositionelle Medienkonzerne, den rechten Gewerkschaftsdachverband CTV und Politiker der Opposition gegen Chávez. Doch hatten die Putschisten ihre Rechnung ohne die Bevölkerung gemacht: Innerhalb kürzester Zeit organisierten sich die Unterstützer des Präsidenten und schafften es, ihn am 13. April gemeinsam mit loyalen Teilen der Streitkräfte wieder ins Amt zu bringen.

Die venezolanische Nachrichtenagentur AVN hat eine Auswahl von Bildern der Putschisten im Präsidentenpalast veröffentlicht, die wir an dieser Stelle dokumentieren.

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