Tausende Jugendliche demonstrieren in Kuba für die Revolution

kuba_demonstration_jugendliche.jpg

Kubanische Jugendliche am vergangenen Samstag
Kubanische Jugendliche am vergangenen Samstag

Havanna. Am vergangenen Samstag sind Tausende Jugendliche in Kuba zum Jahrestag der Gründung der Organización de Pioneros José Martí (OPJM) und des Jugendverbandes der Kommunistischen Partei, der Unión de Jóvenes Comunistas (UJC), auf die Straße gegangen. Die Pionierorganisation OPJM feierte ihren 65. Gründungstag, die UJC ihren 64. Mit der Aktion soll auch an den anstehenden 100. Geburtstag des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro erinnert werden, der im August gefeiert wird.

Bereits am Donnerstag der vergangenen Woche sind tausende junge Kubaner:innen dem Aufruf des UJC zu einem Protestmarsch gegen die Blockadepolitik der USA gefolgt.

Der Demonstrationszug endete vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt und wurde von Fahrrädern und Elektrorollern begleitet. Der Vorsitzende des Movimiento Juvenil Martiano, Danhiz Díaz, sprach am Rande der Kundgebung davon, dass gerade in einer "schwierigen Zeit" die Bedeutung der Massenorganisationen hervorgehoben werden müsse. Auch betonte Díaz, dass der "Kampf gegen den Imperialismus" unverändert fortgeführt werde und das kubanische Volk fest zu seinen Prinzipien der Souveränität und Einheit stehe.

Über den Tellerrand schauen?

Mit Ihrer Spende können wir Ihnen täglich das Geschehen in Lateinamerika näher bringen.

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hob am Samstag angesichts der Bedrohungslage die große Verantwortung beider Organisationen für die Zukunft des Landes hervor und rief ihre hunderttausenden Mitglieder dazu auf, ihr Talent und ihre Energie kreativ einzusetzen. Auch betonte er, dass die Fortführung des revolutionären Prozesses keine unkritische Übernahme von Bisherigem sein dürfe. In Anlehnung an den Studentenführer Julio Antonio Mella erinnerte das Staatsoberhaupt zudem an den Grundsatz, dass "jede Zukunft besser sein muss". Er bekräftigte sein Vertrauen in die transformative Kraft der kubanischen Jugend.

Diese Demonstrationen zur Unterstützung der Revolution finden in einer Situation statt, in der Kuba durch die de-facto-Ölblockade der USA wirtschaftlich vor großen Herausforderungen steht. Vergangene Woche ist erstmals seit Wochen wieder ein Tanker mit russischem Rohöl trotz Blockade auf der Insel angekommen (amerika21 berichtete), ein weiterer soll das Land in den nächsten Wochen erreichen (amerika21 berichtete).