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Guyana: Erstes Gipfeltreffen der Globalen Biodiversitätsallianz

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Gruppenfoto der Teilnehmer:innen des Biodiversitätsgipfels
Gruppenfoto der Teilnehmer:innen des Biodiversitätsgipfels

Georgetown. Vertreter:innen karibischer und lateinamerikanischer Staaten sowie internationaler Organisationen haben vergangene Woche in Guyana die Globale Biodiversitätsallianz (GBA) gegründet. Präsidenten und Premierminister:innen aus Guyana, der Dominikanischen Republik, Barbados und St. Vincent und den Grenadinen, hochrangige Regierungsmitglieder aus Indien, Ecuador und Belize sowie Delegierte der Vereinten Nationen, der Karibischen Gemeinschaft und der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank nahmen an dem Gründungstreffen teil.

Gastgeber Mohammed Irfaan Ali, Präsident von Guyana, hatte die Gründung der GBA im September 2024 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen angekündigt. Ali erklärte damals , dass jedes Jahr "ungelöste Versprechen" auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen gemacht würden und dass die Welt sich "von diesem Muster leerer Versprechungen befreien" müsse.

Auf dem Gipfel betonte Ali die Dringlichkeit zu handeln: "Weltweit ist die Biodiversität in Gefahr. Jedes Jahr verlieren wir schätzungsweise zehn Millionen Hektar Wald. Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht […] Und wir nähern uns irreversiblen Kipppunkten in wichtigen Ökosystemen." Das Überleben der Menschheit sei davon bedroht.

"Und dennoch geht die Zerstörung weiter, nicht aus Unwissenheit, sondern weil sie unsichtbar ist. Denn allzu oft wird der wahre Wert der biologischen Vielfalt in den Volkswirtschaften ignoriert, in Finanzberichten nicht berücksichtigt und in Vorstandsetagen und Haushalten nicht sichtbar", so Ali. Ihm zufolge müsse die Weltgemeinschaft jedes Jahr zusätzliche 500 Milliarden US-Dollar investieren, um die Ziele des Globalen Rahmens für die biologische Vielfalt zu erreichen.

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Andere Teilnehmende des Gipfels unterstrichen die Bedeutung regionaler Perspektiven und Lösungen. Orlando Habet, Belizes Minister für nachhaltige Entwicklung und Klimawandel, sagte in seiner Rede, dass zwar eine gemeinsame Verantwortung der Weltgemeinschaft bestehe, "wir aber mehr Durchführungsstellen brauchen, die karibisch sind, die fühlen, was wir fühlen, die unsere Kultur kennen, die die Bedürfnisse verstehen und die Lücken sehen, die geschlossen werden müssen".

Mia Mottley, Premierministerin von Barbados, wies darauf hin, dass die Probleme des Planeten nicht gelöst werden könnten, ohne die Themen Klima, Biodiversität und Umweltverschmutzung zu adressieren. Sie sagte: "Wir, die wir diese Realität in der Region leben, haben daher verstanden, dass wir zwar auf internationaler Ebene mit Nachdruck argumentieren müssen, aber auf lokaler Ebene noch entschlossener handeln müssen. Der heutige Tag ist ein Beispiel für solche lokalen Maßnahmen."

Ali erklärte, dass die GBA ein "Aufruf zum Handeln" an Regierungen, Institutionen und Investor:innen sei und dass Biodiversität kein "Luxus" sei. Guyana sei ein Vorreiter beim Schutz tropischer Wälder und werde die Ressourcen bereitstellen, um das Sekretariat der GBA einzurichten. Dieses solle die Arbeit der Allianz und des Gipfeltreffens weiterverfolgen.

In der offiziellen Deklaration des Gipfeltreffens nannten die Delegierten drei Ziele der GBA. Sie wolle das Bewusstsein für die Biodiversitätskrise und deren Verflechtungen mit anderen globalen Herausforderungen schärfen, die Ambitionen erhöhen, den globalen Verlust der biologischen Vielfalt zu bekämpfen und den Zugang zu Finanzmitteln verbessern, um die Krise zu bewältigen.