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US-Embargo schadet Kubas Landwirtschaft

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Kubas Landwirtschaftsminister Rodríguez bei der 41. Tagung der Konferenz der FAO in Rom
Kubas Landwirtschaftsminister Rodríguez bei der 41. Tagung der Konferenz der FAO in Rom

Rom. Der kubanische Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez hat bei der 41. Tagung der Konferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom das Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargo Washingtons gegenüber der Karibikinsel angeprangert. Durch die aggressive Blockadepolitik der USA habe der Agrarsektor des Landes alleine im Zeitraum zwischen April 2017 und März 2018 einen Schaden von über 413.793.000 Dollar erlitten. Dies berichtete die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Die weitere Verschärfung der Sanktionen führe dazu, dass es an Einnahmen fehle, die für Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und im Landwirtschaftssektor geplant waren. Der Minister erklärte, die kubanische Regierung stärke "unter schwierigsten Umständen und Hindernissen" die Ernährungssicherheit für die gesamte Bevölkerung. Dies geschehe etwa mit einer Garantie auf Grundnahrungsmittel durch subventionierte Preise.

Außerdem, so der Landwirtschaftsminister, sei Kuba als kleiner Inselstaat besonders vom Klimawandel betroffen. Dies sei ein weiterer Grund für die Umsetzung eines ambitionierten Programms zur Ernährungssicherheit.

Die landwirtschaftliche Entwicklung sei "ein Eckpfeiler für die Gegenwart und die Zukunft" Kubas, daher erarbeite die Regierung stetig Programme zu deren Förderung, so Rodríguez weiter.

Kurz nach dem Sieg der Revolution im Jahr 1959 begannen die USA, das sozialistische Kuba zu sanktionieren. In Havanna geht man davon aus, dass das US-Embargo für die Insel seitdem einen Gesamtschaden von über 933 Milliarden Dollar verursacht hat.

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