Mexiko / Soziales

Knapp 30 Prozent der mexikanischen Bevölkerung von Armut betroffen

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Haus einer Familie in Hermosillo im Bundesstaat Sonora
Haus einer Familie in Hermosillo im Bundesstaat Sonora

Mexiko-Stadt. Aus einem jüngst veröffentlichten Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) geht hervor, dass 28 Prozent der Mexikaner von weniger als vier US-Dollar täglich leben. Damit gelten sie als arm. Die Einkommensverteilung sei zudem durch ein großes Gefälle zwischen Arm und Reich geprägt. Nur 1,4 Prozent der Bevölkerung verfügen durschnittlich über mehr als 50 US-Dollar am Tag. Der Mittelschicht gehören 26,4 Prozent an, was einem Tageswert zwischen zehn und 50 US-Dollar entspricht.

Laut dem Bericht handelt es sich um ein Problem, das nicht nur Mexiko betrifft. Zirka 67 Prozent der Bevölkerung in Lateinamerika werden als armutsgefährdet eingestuft.  So verdienen 29,3 Prozent lediglich zwischen vier und zehn US-Dollar pro Tag. Während für Paraguay, Peru, El Salvador und die Dominikanische Republik besonders hohe Armutswerte ermittelt wurden, ließen sich in Uruguay, Argentinien und Chile die niedrigsten Armutsniveaus feststellen.

Vor der UNDP-Veröffentlichung waren bereits mehr als zwanzig Entwicklungsminister lateinamerikanischer Länder im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York zusammengekommen, um politische Strategien zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit zu. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Ministerforums für Enwicklung, betonte der Entwicklungsexperte der Harvard-Universität, Michael Porter, dass besonders multinationale Konzerne den Kampf gegen soziale Ungleichheit in Lateinamerika erschweren.

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