Añez entlässt Innenminister Murillo und geht auf Distanz

Der während des letzten Jahres das Amt des Innenministers besetzende Arturo Murillo ist von der noch amtierenden De-facto-Präsidentin, Jeanine Añez, am Tag nach den Wahlen entlassen worden. Im Interview mit der Zeitung El Déber sagte Murillo, ihm sei kein Grund für seine Entlassung genannt worden.

Vorstellbar ist allerdings, dass Añez Murillo nun möglichst schnell loswerden wollte. Murillo gilt als hauptverantwortlich für die extreme Aufrüstung des Militärs und der Polizei im vergangenen Jahr. Die UNO forderte zuletzt Aufklärung wegen der Massaker von Sacaba und Senkata, die im November 2019 an MAS-Anhängern verübt wurden (amerika21 berichtete).

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Nachdem die MAS gestern wohl einen eindeutigen Sieg errungen hat, wird die Herausforderung der nächsten Tage und Wochen sein, ein Klima von Einheit und Dialog zu schaffen, wie Luis Arce noch am Wahlabend betont hatte.

Inwiefern sich Murillo aber für seine Taten des letzten Jahres wird verantworten müssen, dürfte eine der spannenden Fragen für die neue Regierung auf dem Weg zu einer friedlichen Zukunft für Bolivien werden.

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