Honduras

"Honduras darf kein zweites Chile werden!"

Für Demokratie in Honduras: Kundgebung und Demonstration zum brasilianischen Konsulat in Frankfurt am Main

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"Honduras darf kein zweites Chile werden!"
Solidaritätsdemo am Eschenheimer Tor in Frankfurt.

Frankfurt. Knapp 100 Menschen sind am Donnerstag Nachmittag in Frankfurt am Main zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Honduras auf die Straße gegangen. Nach einer Kundgebung in der Innenstadt zogen die Demonstranten zum Brasilianischen Konsulat. Damit wollten sie ihre Unterstützung für Brasilien zum Ausdruck bringen, welches dem rechtmäßigen Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, in ihrer Botschaft in Tegucigalpa, der Hauptstadt des mittelamerikanischen Landes, Zuflucht gewährt hat.

Während der Kundgebung in der Frankfurter Innenstadt wurde mit Flugblättern und Megaphon auf die Situation in Honduras aufmerksam gemacht und die Menschen über die Repression der Diktatur informiert, heißt es in einer Erklärung der Organisatoren. Initiiert wurde die Aktion von der jungen Frankfurter Solidaritätsgruppe Lateinamerika Popular, die sich nach dem Putsch in Hondura Ende Juni formiert hatte. Ein breites Bündnis von politischen, sozialen und gewerkschaftlichen Organisationen unterstützte die Aktion.

Auf dem Weg zum Konsulat erfuhren die Demonstranten außerdem Unterstützung durch Passanten und Autofahrer, die den Solidaritätsaktivisten applaudierten und zuhupten, um ihre Sympathie zu zeigen. Vor dem Konsulat angekommen, wurden die Aktivisten von den Konsulatsmitarbeitern empfangen, die nach Feierabend ausharrten um die Demonstranten am Abend noch freundlich zu begrüßen. Der Brasilianische Konsul betonte in einer Ansprache seine Unterstützung gegenüber Manuel Zelaya als rechtmäßigem Präsidenten von Honduras wie auch die brasilianische Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung gegen das de-facto Regime in Tegucigalpa. Er dankte den Demonstranten für ihre Solidarität mit Lateinamerika und speziell für die Verbundenheit gegenüber den Völkern von Honduras und Brasilien.

"Heute war der honduranische Widerstand auf den Straßen Frankfurts hörbar", heißt es in einem Resümee der Gruppe Lateinamerika Popular zufrieden. Auch der Widerstand in Europa gegen die Diktatur und Repression in Honduras werde weitergehen, bis die Wiedereinsetzung Zelayas und die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung erreicht sei. Abschließend betonen sie: "Die kämpfende Bevölkerung von Honduras ist nicht allein!" und rufen zu weiteren Aktionen auf.

Bldquelle: Gruppe Lateinamerika Popular

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