Venezuela / Kultur

Venezolanischer Film bei Festspielen in Trieste und New York ausgezeichnet

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Mehrfach ausgezeichnet: Alejandro Bellame Palacios' "El rumor de las Piedras"
Mehrfach ausgezeichnet: Alejandro Bellame Palacios' "El rumor de las Piedras"

Caracas. Der venezolanische Spielfim "El rumor de las Piedras" hat bei den lateinamerikanischen Filmfestspielen in Trieste drei von acht Preisen abgeräumt. Darunter die des besten Films und der besten Regie. In dem von der öffentlichen venezolanischen Filmstiftung CNAC produzierten Film, verarbeitet Regisseur Alejandro Bellame Palacios die Umwetterkatastrophe im Bundesstaat Vargas aus dem Jahr 1999. Durch Erdrutsche an den eng bebauten Berghängen um die Haupstadt Caracas waren damals mehrere tausend Menschen ums Leben gekommen.

"El rumor de las Piedras" erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Delia. Nach dem Verlust ihrer bei den Unwettern getöteten Tochter versucht sie das Leben ihrer Söhne zu retten, die im Umfeld von Gewalt und Kriminalität des Armenviertels unterzugehen drohen.

Im August dieses Jahres hatte Alejandro Bellame Palacios bereits bei den Lateinamerikanischen Filmfestspielen in New York die Preise für den besten ausländischen Film und die beste Regie entgegennehmen können.

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Bereits auf der Berlinale 2011 hatte eine venezolanische Produktion die Tragödie von Vargas cineastisch bearbeitet. "El Chico que Miente" der Peruanerin Marité Ugas erzählt dabei die Geschichte eines kleinen Jungen, der nach dem Verlust seiner Familie aufbricht, um an der venezolanischen Karibikküste nach sich selbst zu suchen.

In den letzten Jahren hatten venezolanische Filme bei internationalen Filmfestspielen bereits eine ganze Reihe von Preisen abgeräumt. Mit "Postales de Leningrado" (2007) und "Hermano" (2010) waren gleich zwei venezolanische Filme für den Oscar in der Kategorie bester ausländischer Film nominiert. Der Film "Venezzia" (2009) von Haik Gazarian, der über Venezuelas Erdöllieferungen während des zweiten Weltkriegs erzählt, gewann unter anderem in der Kategorie bester Film bei den internationalen Festivals in Amsterdam und Los Angeles. Mit "Havana Eva" (2010) räumte beim Festival Lateinamerikanischen Films in New York die Venezolanerin Fina Torres den Preis für den besten Film ab. Der Gewerkschaftsfilm "Macuro" (2009) wurde bei den Filmfestspielen in Malaga ausgezeichnet.

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