Bolivien / Wirtschaft

Erneut Konflikte um Mine in Colquiri

La Paz. In Bolivien ist es am vergangenen Wochenende erneut zu Konflikten um die Nutzung einer kürzlich verstaatlichten Mine gekommen. Dabei wurde der vor zwei Wochen ausgehandelte Kooperationsvertrag über die Nutzung der Mine in Colquiri wieder gebrochen. Innenminister Carlos Romero bestätigte, dass bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern des staatlichen Bergbauunternehmens Comibol und unabhängigen Bergleuten zehn Menschen verletzt wurden.

Bei den Auseinandersetzungen ging es erneut um die Nutzungsrechte der zweitgrößten Mine des Landes. Erst zu Beginn des Monats hatten sich die Parteien nach anhaltenden gewalttätigen Konflikten und einem einmonatigen Abbaustopp auf eine Kooperation geeinigt. Die Regierung entsandte nun erneut 350 Polizisten, um die Gewalt einzudämmen und die Ausbreitung des Konflikts auf weitere Minen zu verhindern.Vor allem die ebenfalls verstaatlichte Silbermine Mallku Khota im Süden von Colquiri ist davon gefährdet. Auch dort kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen von Bergarbeitern.

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