Mexiko / Politik

PRI kehrt in Mexiko zur Macht zurück

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Enrique Peña Nieto
Enrique Peña Nieto

Mexiko-Stadt. Zwölf Jahre nach ihrer Abwahl hat die ehemalige Staatspartei "der Institutionalisierten Revolution" (PRI) in Mexiko die Regierungsmacht zurückerlangt. Der Präsidentschaftskandidat der Gruppierung, Enrique Peña Nieto, setzte sich bei den Wahlen am Sonntag offenbar deutlich durch. Der telegene Politiker wird als Nachfolger des amtierenden Staatschefs Felipe Calderón das größte spanischsprachige Land der Erde für sechs Jahre regieren.

Nach Angaben der Nationalen Wahlbehörde IFE kam Peña Nieto auf rund 38 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei lag der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador von der Partei der Demokratischen Revolution PRD mit 31 Prozent. López Obrador hatte bei den vergangenen Wahlen 2006 von Betrug gesprochen und das Ergebnis angezweifelt. Auch jetzt erklärte der Kandidate der mexikanischen Linken, er werde die Auszählung genau prüfen.

Die Kandidatin der rechtsklerikalen Regierungspartei PAN, Josefina Vázquez Mota, belegte mit bis zu 26 Prozent den dritten Platz und Gabriel Quadri von der Neuen Allianz erreichte lediglich zwei Prozent der Stimmen.

Die Zahlen beruhen auf einer Schnellzählung, bei der die Wahlbehörde IFE einen Teil der Stimmen jedes Wahlbezirks auswertet, um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

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