Lima. Das peruanische Wahlgericht Jurado Nacional de Elecciones hat kurz nach Schließung der Wahllokale eine Verlängerung der Stimmabgabe bis Montag angekündigt. Betroffen sind Wahllokale, die am Sonntag aufgrund logistischer Probleme nicht eingerichtet werden konnten.
Die Behörde entschied, dass in 15 Wahllokalen in Lima, in denen das Wahlmaterial nicht rechtzeitig eintraf, sowie in zwei Auslandswahlbezirken in den USA (Orlando in Florida und Patterson in New Jersey) die Stimmabgabe am Montag von 6 bis 14 Uhr fortgesetzt wird. Zudem wurde das Ministerkabinett gebeten, die notwendigen organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen.
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Hintergrund der Entscheidung sind zahlreiche Beschwerden von Kandidat:innen und Wähler:innen, die am Sonntag nicht abstimmen konnten. Insgesamt waren nach Angaben der Wahlbehörde mehr als 60.000 Wahlberechtigte betroffen, da in 211 Wahllokalen in Lima Material fehlte.
Der linksgerichtete Präsidentschaftskandidat Roberto Sánchez Juntos por el Perú (Zusammen für Peru) begrüßte die Entscheidung des Wahlgerichts und sprach von einer "außergewöhnlichen, aber notwendigen Maßnahme". Zwar sei die Situation nicht ideal, jedoch wäre eine Nichtteilnahme vieler Wähler:innen deutlich problematischer gewesen. Zugleich äußerte er sich vorsichtig zu möglichen Allianzen im Hinblick auf eine mögliche Stichwahl.

