López Obrador lobt Rolle sozialer Netzwerke

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Andrés Manuel López Obrador bei Twitter
Andrés Manuel López Obrador bei Twitter

Mexiko. Der Präsidentschaftskandidat der moderaten linken Partei PRD, Andrés Manuel López Obrador (AMLO), hat sich zu den Mobilisierungen durch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook im mexikanischen Wahlkampf geäußert. Diese betrachte er als "Schlüsselinstrumente", welche es erlaubt hätten, die mediale Blockade und die gezielte Desinformation derjenigen zu durchbrechen, die sich dem "wahrhaftigen Wandel" widersetzten

Kürzlich hatte die englische Zeitung The Guardian Dokumente veröffentlicht, in denen mediale Inszenierungen zugunsten des Präsidentschaftskandidaten Enrique Peña Nieto der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) bekannt wurden (amerika21.de berichtete). Die Aussage López Obradors bezieht sich auf diese Manipulationen und die Tatsache, dass in den vergangenen Wochen die studentisch geprägte Bewegung #YoSoy132 (#IchBin132) durch massenhafte Protestaktionen die Wahlkampf-Szenerie dominiert hat.

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Gegenüber der Zeitschrift Proceso sagte López Obrador: "Ohne die sozialen Netzwerke wären wir der Wehrlosigkeit ausgesetzt, gänzlich abgekapselt aufgrund der Rolle die die Kommunikationsmedien spielen." Dennoch müsse berücksichtigt werden, dass nach wie vor viele ländliche Gegenden keinen Internetzugang haben; in manchen Fällen verfügten sie nicht einmal über Handynetze. López Obrador ermutigte daher seine Anhänger dazu, in den letzten zwei Wochen des Wahlkampfs nochmals verstärkt die Werbetrommel innerhalb der mexikanischen Gesellschaft zu rühren.

Die Positionierung des Mitte-Links-Kandidaten aus dem Bundesstaat Tabasco an Seite von Facebook, Twitter und #YoSoy132 hat auch wahlstrategische Gründe: Durch deren Kampagnen gegen den PRI-Kandidaten Peña Nieto wird López Obrador grundsätzlich in einem positiven Licht präsentiert. Dies könnte sich in letzter Instanz auf die Stimmenverteilung auswirken.

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