Mexiko / Soziales / Umwelt

Dürre bedroht 2,5 Millionen Mexikaner

Mexiko-Stadt. Mexiko ist von der schwersten Dürrekatastrophe seit 70 Jahren betroffen. Falls Hilfsmaßnahmen ausbleiben, laufen 2,5 Millionen Mexikaner Gefahr, Opfer einer akuten Hungerkrise zu werden, warnt Emilio Romero Polanco von der Autonomen Universität Mexikos (UNAM). Nach Ansicht Romero Polancos, der am Institut für Wirtschaftswissenschaften (IIE) beschäftigt ist, sind die Ernteausfälle des vorigen Jahres vor allem auf den Klimawandel zurück zu führen. Die Hälfte aller Landkreise und rund 1,4 Millionen Hektar seien betroffen. Die Dürreverluste beliefen sich im vergangenen Jahr auf 3,2 Millionen Tonnen Mais, 600.000 Tonnen Bohnen und 60.000 Stück Vieh, sagte Romero Polanco. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila, Zacatecas, Tamaulipas und San Luis Potosí.

Romero Polanco unterstrich die Wichtigkeit einer besseren Eigenversorgung und wies auf die steigenden Weltmarktpreise hin. In der Bilanz des letzten Jahres standen zehn Milliarden US-Dollar landwirtschaftlicher Exporte Importen in Höhe von 21 Milliarden Dollar gegenüber. Am 24. Januar bewilligte Präsident Calderón Mittel in Höhe von 2,5 Millionen Dollar für ein Dürre-Notprogramm. Angesichts der verbreiteten Korruption bleibt jedoch abzuwarten, wie viel davon bei den Betroffenen ankommt.

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