Mexiko / Soziales

Sechs Tote wegen Dürre in Mexiko

Ciudad Juárez. Seit Dezember sind mindestens sechs Angehörige der indigenen Volksgruppe der Rarámuri in Mexiko verhungert. Diese Informationen der Campesino-Organisation El Barzón hat nun die Regierung des Bundesstaates Chihuahua bestätigt. Mit einem jetzt gestarteten Notfallplan zur Lebensmittelversorgung in der Sierra Tarahumara will die Landesregierung verhindern, dass es zu weiteren Hungertoten kommt. Der Koordinator für Tarahumara, Jesús Velázquez, gab bekannt, dass 50.000 Familien versorgt werden müssen.

Die Rarámuris, auch Tarahumaras genannt, leben im Südosten von Chihuahua in den Bergen der östlichen Sierra Madre. Das als "Sierra Tarahumara" bekannte Gebiet liegt 1.500 bis 2.400 Meter über dem Meeresspiegel. Die lokale Bevölkerung lebt vor allem von der Landwirtschaft, die seit vier Monaten von einer der schwersten Dürrekatastrophen in der jüngeren Geschichte Mexikos betroffen ist. Durch die Dürre sind 20.000 Tonnen des Hauptnahrungsmittels Mais für den Eigenbedarf vernichtet worden. Deswegen sind die Menschen seit vier Monaten ohne ausreichende Nahrung.

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