Venezuela / Wirtschaft

Entschädigung für Holcim

Caracas. Vertreter der venezolanischen Regierung und der Schweizer Firma Holcim Zement einigten sich am Montag auf die Entschädigung für die Verstaatlichung der Anlagen des Unternehmens im Jahr 2008. Die Summe soll 650 Millionen US-Dollar betragen. Nach Angaben von Holcim, dem zweitgrößten Zementhersteller weltweit, hat das Unternehmen bereits eine erste Zahlung von 260 Millionen Dollar erhalten. Die restlichen 390 Millionen werden jährlich in vier gleichen Raten gezahlt.

Das Abkommen mit Venezuela setzt ein Ende unter ein Schiedsverfahren durch das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, welches Holcim im vergangenen Jahr initiiert hatte. Die venezolanische Regierung hatte am 19. August 2008 die Vermögen der Firmen Lafarge Zement und Holcim, sowie der mexikanischen Cemex übernommen. Die drei Firmen kontrollierten bis dahin den gesamten Zementmarkt Venezuelas.

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