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Venezuela lässt inhaftierte US-Bürger im Rahmen eines "humanitären Austausches" frei

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Kommuniqué der Regierung Maduro zu dem Gefangenenaustausch
Kommuniqué der Regierung Maduro zu dem Gefangenenaustausch

Caracas. Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hat sieben US-Bürger freigelassen, die in Venezuela in Haft waren. Im Gegenzug wurden zwei venezolanische Bürger aus US-Haft entlassen.

Die Justiz habe beschlossen, mehrere US-Staatsangehörige "aus humanitären Gründen" freizulassen, heißt es in einem Kommuniqué der venezolanischen Regierung.

Die Entlassung der sieben Männer wurde zunächst über eine Erklärung des Weißen Hauses publik, in der sie als "zu Unrecht in Venezuela inhaftiert" bezeichnet wurden.

Darunter sind fünf Manager des Unternehmens Citgo, die 2017 wegen Korruption inhaftiert und im November 2020 wegen Veruntreuung, Geldwäsche und Verschwörung bei dieser US-Tochtergesellschaft der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA verurteilt worden waren.

Ebenfalls entlassen wurde Matthew Heath, ein Ex-Marine, der ganz in der Nähe der größten Ölraffinerie des Landes festgenommen wurde. Die Ölinfrastruktur wurde häufig von radikalen Elementen der rechten Opposition ins Visier genommen. Die siebte Person, die freikam, ist Osman Khan, der im Januar verhaftet wurde, da er illegal ins Land eingereist war.

Im Gegenzug ließen die USA Franqui Flores und Efrain Campo frei, zwei Neffen von Cilia Flores, Führungsmitglied der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas und Ehefrau von Maduro.

Venezuela erklärte ebenfalls, Flores und Campo seien von den USA "zu Unrecht inhaftiert" worden. Sie wurden bei einer verdeckten Operation der US-Drogenbehörde DEA in Haiti festgenommen und 2017 wegen Drogenhandels zu 18 Jahren Haft verurteilt. Die Verteidigung warf der Justiz Unregelmäßigkeiten bei der Prozessführung vor.

Laut der Nachrichtenagentur AP fand der Gefangenenaustausch am Samstag auf der Karibikinsel St. Vincent und den Grenadinen statt.

Die venezolanische Regierung erklärte, der Gefangenenaustausch sei das Ergebnis direkter Verhandlungen mit Washington. Eine hochrangige Delegation der US-Regierung reiste im März nach Caracas, wo sie die Fälle der inhaftierten US-Bürger zur Sprache brachte. Dem folgte ein weiteres Gespräch im Juni, an dem der US-Beauftragte für "Geiselangelegenheiten", Roger Carstens, teilnahm.

Beide Treffen fanden auch im Rahmen der Bemühungen der USA und Europas statt, eine Energiekrise zu bewältigen, die durch die Verhängung von Sanktionen gegen Russland ausgelöst wurde.

Die venezolanische Ölindustrie wurde durch die umfassenden Sanktionen der USA nahezu lahmgelegt. Caracas produziert derzeit weniger als eine Million Barrel pro Tag, obwohl es über die größten Reserven der Welt verfügt. Dies veranlasste einige führende europäische Politiker zur Forderung, dass Venezuela und der Iran auf die "westlichen" Ölmärkte zurückkehren sollten, um die Versorgungsengpässe zu lindern und die Energiepreise weltweit zu senken.

Die Regierung Maduro hat wiederholt erklärt, die Öllieferungen wieder aufzunehmen, sofern die Sanktionen aufgehoben werden.

Die US-Zwangsmaßnahmen haben auch die Möglichkeiten Venezuelas im internationalen Handel stark eingeschränkt. Die Regierung Maduro hat daher den USA mehrmals Entgegenkommen signalisiert, um eine Aufhebung der Sanktionen zu erreichen. Dennoch bezeichnete AP den Gefangenenaustausch als "ungewöhnliche Geste des guten Willens" von Caracas. Frühere derartige Gesten brachten keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Nicht in den Gefangenenaustausch einbezogen waren Airan Berry und Luke Denman, US-Söldner, die an der gescheiterten Invasion unter der Bezeichnung "Operation Gideon" beteiligt waren. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde der Sondergesandte der Regierung Maduro, Alex Saab, der während eines Tankstopps auf den Kapverden verhaftet und an die USA ausgeliefert wurde.

Die USA haben die Aufhebung der Sanktionen an Fortschritte bei den festgefahrenen Verhandlungen zwischen der Regierung Maduro und der Hardliner-Opposition geknüpft. Die venezolanische Regierung hatte sich nach der Auslieferung von Saab vom Verhandlungstisch zurückgezogen (amerika21 berichtete).

Es wird angenommen, dass der Gefangenenaustausch ein Schritt zur Wiederaufnahme der Gespräche ist.

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