Menschenrechtspreis für Brasiliens Landlosenbewegung in Spanien

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Marina do Santos von der MST-Leitung bei der Preisverleihung in Spanien
Marina do Santos von der MST-Leitung bei der Preisverleihung in Spanien

A Coruña. Die brasilianische Landlosenbewegung (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra, MST) ist in Spanien für ihre Tätigkeit mit dem Preis "Acampa - Pola Paz e dereito a refuxio" ausgezeichnet worden.

Diese Auszeichnung für die Verteidigung der Menschenrechte hat zwei Kategorien, eine lokale und eine internationale. Letztere ging dieses Jahr durch die Abstimmung einer Jury an die MST. In Vertretung der Bewegung reiste Marina dos Santos von der nationalen Leitung nach A Coruña, Galizien, um den Preis entgegenzunehmen.

In der lokalen Kategorie wurde der Menschenrechtsaktivist und Pfarrer Nicanor Acosta für seine langjährigen Aktivitäten in Sachen Migration und der historischen Aufarbeitung der Verbrechen der Diktatur unter Francisco Franco gewürdigt.

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Alfonso Vázquez González, einer der Organisatoren von Acampa, hob hervor, dass die MST, mittlerweile eine der größten sozialen Organisationen weltweit, zu einer Referenz in Sachen Verteidigung der Menschenrechte geworden ist und ihre Arbeit den Menschen mit den geringsten wirtschaftlichen Ressourcen zu Gute kommt.

Marina do Santos betonte in ihrer Ansprache die Rolle der MST als Alternative zur aktuellen Entwicklung des kapitalistischen Systems, welche die Welt an den Rand des Kollaps geführt hat. Die Corona-Pandemie habe zudem dazu geführt, dass die Aktionen der Bewegung zur Verteidigung der Menschenrechte verstärkt werden mussten, sowohl für die Agrarreform wie für eine gesunde Nahrungsmittelproduktion: “Die MST sorgt sich auch um die Natur, die sozialen Beziehungen, den Ausbau der Demokratie und die Solidarität unter den Menschen”.

Der Preis sei eine willkommene internationale Anerkennung der Tätigkeit der Bewegung zugunsten der arbeitenden Bevölkerung in Stadt und Land, zwischen politischen Krisen und der genozidalen Politik der aktuellen Regierung die zu 585.000 Toten nur durch Covid-19 geführt habe, kommentierte die MST auf ihrer Homepage.

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