Tausende Migranten kehren nach Venezuela zurück

venezuela_grenze_kolumbien_apure.jpg

Mehr als 2.400 Venezuela kamen in den letzten Tagen aus Kolumbien über die Grenze in den Bundeststaat Apure
Mehr als 2.400 Venezuela kamen in den letzten Tagen aus Kolumbien über die Grenze in den Bundeststaat Apure

Caracas. Seit die Coronakrise auch Lateinamerika erreicht hat und die Volkswirtschaften des gesamten Kontinents unter Druck setzt, entschließen sich immer mehr venezolanische Migranten zur Rückkehr.

Der aufgrund der Quarantänevorschriften praktisch zusammengebrochene Arbeitsmarkt für informelle Beschäftigungen hat allein in Kolumbien Tausende Venezolaner veranlasst, den Weg zurück nach Hause anzutreten. Bis zum vergangenen Sonntag sind über die Puente Internacional Simón Bolívar zwischen dem Departamento Norte de Santander (Kolumbien) und dem venezolanischen Bundesstaat Táchira circa 5.800 Migranten in Venezuela eingetroffen, in den Bundestaat Apure kamen mehr als 2.400 aus dem kolumbianischen Departamento Arauca.

Wie Venezuelas Präsident Nicolás Maduro mitteilte, organisieren die Behörden an der Grenze die geordnete Rückkehr unter Einbeziehung aller von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen sanitären Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. So wurde im Bundesstaat Táchira eigens ein Labor zur Analyse der von den Rückkehrern genommenen Covid-19-Proben eingerichtet.

Ihnen gefällt, was Sie lesen?

Das freut uns. Unterstützen Sie unsere Arbeit, regelmäßige Spenden helfen uns, das Projekt amerika21 nachhaltig aufzustellen.

Ihr amerika21-Team

Venezuela zählt bisher mit rund 200 nachgewiesenen Infizierten und unter zehn Toten im Zusammenhang mit Covid-19 zu den am wenigsten betroffenen Nationen. Daher bat Maduro die Rückkehrer eindringlich um Disziplin und die strikte Einhaltung der Quarantänemaßnahmen.

Der Präsident hatte Anfang April zugesichert, dass alle Rückkehrer angesichts der Covid-19-Pandemie medizinisch betreut werden: "Wir bereiten uns darauf vor, 15.000 Venezolaner aus Kolumbien, Ecuador und Peru zu empfangen. Zwischen gestern und heute haben wir 1.652 Landsleute empfangen, die eine angemessene medizinische Versorgung erhalten. Diejenigen, die positiv getestet werden, gehen direkt in Krankenhäuser und Diagnosezentren. Diejenigen, bei denen der Test negativ ist, gehen in Hotels und andere Orte in Quarantäne."

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr